Seit vier Jahren gab es einmal im Monat eine Mahnwache - mal mit mehr, mal mit weniger Resonanz. Doch der Protest in den Dörfern war erfolgreich. Die Energiekonzerne haben von CCS Abstand genommen. Bei der Technologie geht es darum, dass klimaschädliches CO2 in unterirdische Lagerstätten gepresst wird. Die Gegner befürchten, dass die Einlagerung nicht rückgängig zu machen ist und den Boden schädigt. Weitere Risiken sind zudem noch unerforscht. Mario Forner von "Wir im Oderbruch" hielt die Aktiven bei den Mahnwachen auf dem neuesten Stand der Gesetzesentwicklung bezüglich CCS.
"Wir sehen vorerst nicht mehr die Gefahr, dass CCS kommen wird", erklärt Rolf Ignaz. Auch andere Länder wie Polen seien zurückgerudert. Die Ausstellung im Haus Lichtblick in Letschin zieht indessen um. Am 15. April wir sie abgebaut und im Amt Neuhardenberg wieder aufgebaut - "als Dankeschön an alle aktiven Mitstreiter und Künstler", wie die Initiatoren schreiben. Unter musikalischer Begleitung von Volker Konstantin aus Neuhardenberg wurde die Ausstellung in Letschin beendet.
Keine "Musik" kam diesmal vom Kirchturm, dessen Glocken immer zur Mahnwache geläutet wurden. Wie Pfarrer Frank Schneider bestätigt, sei die Anlage defekt. "Was genau kaputt ist, weiß ich nicht, aber Motor und Technik sind nunmal nicht für die Ewigkeit gemacht", sagt er. Vier Wochen seien sie laut Rolf Ignaz bereits außer Betrieb.