Vom KSC Strausberg starteten Andrea Schröder, Jennifer Kipping, Marieke Hahn, Anika Stoppel, Jessica Koch, Fabia Lobo, Anne Prüfer sowie Anne Katrin Weiß. Zur Mannschaft gehörten weiterhin Lisa Grimmling, Anne-Julia Neumann, Lilly Müller und Sarah Fitz vom TV Cottbus sowie Georgina Kusnick aus Frankfurt (Oder).
Allen war klar, dass es in diesem Jahr nicht leicht wird, da die Konkurrenz auf dem europäischen Festland und aus dem Norden noch enger zusammengerückt ist. In der Qualifikation starteten alle zehn Nationen in zwei Gruppen, um sich einen der sechs Finalplätze zu sichern. In der ersten Vorrundengruppe musste Team Brandenburg gegen Mannschaften aus Österreich, England, Tschechien sowie den Neulingen aus den Niederlanden antreten. Bei der harten Konkurrenz stand fest, nur der Sieger steht sicher im Finale. Nach einem packenden Wettkampf bis in die späten Abendstunden fiel die Entscheidung erst mit der letzten Bewertung. Das Frauenteam aus Brandenburg hatte es tatsächlich geschafft.
"Die Sportlerinnen fielen sich schreiend und weinend in die Arme. Alle waren überglücklich, das erste gesteckte Ziel, das Erreichen des Finales, wie bereits vor vier Jahren in Gent, war geschafft", berichtet Trainerin Conny Schröder. Die Trainer, die mitgereisten Eltern und Fans sowie die Brandenburger Herrenmannschaft, mit der der Strausberger Sebastian Behm an der Meisterschaft teilnahm, waren die ersten Gratulanten.
In der zweiten Gruppe waren ausschließlich die nordischen Favoriten versammelt. Viel Zeit zum Durchatmen und Feiern blieb aber nicht, da die Finals bereits am Folgetag ausgetragen wurden. Befreit vom Druck, die Vorrunde überstanden zu haben, aber dennoch hoch konzentriert, genossen die Turnerinnen ihre Finalauftritte in der ausverkauften Arena. Der Lohn aller Anstrengungen war dann auch an der Ergebnistafel zu lesen. Am Ende standen auf dem Konto der deutschen Frauen hervorragende 48,200 Punkte, was eine Steigerung um ganze zwei Punkte gegenüber der Vorrunde bedeutete. Die Ergebnisse der Plätze drei, vier und fünf zeigten, dass der einzigen Vereinsmannschaft (Team Brandenburg) der Anschluss an die stärksten Nationalmannschaften Europas gelungen ist. Verdienter Sieger dieses Klassements wurden die Frauen aus Island. Auf den folgenden Rängen ordneten sich die Mannschaften aus Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark und Deutschland ein.
Die Eindrücke der Europameisterschaft und die erreichten Ergebnisse sorgten für Optimismus und so wurde noch am selben Tag für die nächste Meisterschaft in zwei Jahren geplant. Am Abend hatten alle Sportler, Trainer und Begleiter bei einem gemeinsamen Bankett die Möglichkeit, das tolle Ereignis gebührend ausklingen zu lassen. Besonderen Anteil an den Ergebnissen hatten neben den Sportlern auch die Trainer Conny Schröder (KSC Strausberg), Daniela Neumann (TV Cottbus) und Patrick Braun aus Dänemark. Bemerkenswert ist, dass bei den führenden TeamGym-Nationen die Bodenübungen eigens von Choreografen zusammengestellt werden. Für die Brandenburger, sowohl für das Damen- als auch für das Herrenteam, übernahm die Turnerin Jennifer Kipping dafür die Verantwortung.
Vor allem die finanzielle Unterstützung der Vereine KSC Strausberg und TV Cottbus, der Stadt Strausberg und die der Staatskanzlei in Potsdam trugen dazu bei, dass die Teilnahme an der EM auch von dieser Seite abgesichert war. Einen Anteil am Erfolg haben auch die mitgereisten und daheim gebliebenen Eltern sowie die Fans, die offensichtlich immer mehr werden.
Infos unter: www.ksc-teamgym.de