Anlass waren mehrere Fragen zum Schulbetrieb, die der nicht selbst zum Gremium gehörende, aber als Gast mit im Raum sitzende CDU-Gemeindevertreter Rudolf Heller aufgeworfen hatte. Wie er in seiner Wortmeldung schilderte, seien seitens der Elternschaft im Zuge der momentan durch die Corona-Sonderregeln geänderten Abläufe einige Kritikpunkte hochgekommen.

Späterer Unterrichtsbeginn

So habe es schon 2019 den Antrag gegeben, den Unterrichtsbeginn auf später zu verlegen, auch bestätigt durch die Schulkonferenz. Lange Zeit sei das nicht erfolgt, erst neuerdings seien – teils zur Irritation der Eltern – auch bei den Bussen Änderungen zu verzeichnen, berichtete Heller. Wie David Idczak von der Amtsverwaltung bestätigte, habe es schon länger Gespräche mit dem Kreis als Träger der Schülerbeförderung gegeben, um die Buszeiten anzupassen – dort habe man sich aber zunächst bedeckt gehalten. Generell sei der Unterrichtsbeginn eine jener organisatorischen Fragen, über die letztlich die Schulleitung entscheide, die Kommune kein formelles Mitspracherecht habe.
Das generelle Anliegen späterer Unterrichtsbeginn sei längst noch nicht geklärt, erklärte auf MOZ-Nachfrage nach der Ausschusssitzung Schulleiterin Karola Neidhardt. Dass die Busse im Moment teilweise anders fahren als gewohnt, hänge mit den versetzten Unterrichtszeiten durch Corona-Hygienekonzepte zusammen. Mit der grundsätzlichen Neugestaltung der Buszeiten, die als Detail im sehr komplexen System Schülerbeförderungsverkehr nicht so einfach sei, habe das nichts zu tun. Das Thema sei an sich sogar noch älter, die Umfrage bei den Familien dazu liege nun drei Jahre zurück. Rund 50 Prozent der Eltern, die sich damals äußerten, seien inzwischen mit ihren Kindern schon gar nicht mehr an der Schule, merkt Karola Neidhardt an.
Kritik von Eltern sei ihm bezüglich der Containerlösung zugetragen worden, die ja von den Gemeindevertretern beschlossen wurde, wie auch zu Problemen mit der Umsetzung des Flex-Systems, also der flexiblen Schuleingangsstufe für die jüngsten Schüler. Neben Schwierigkeiten, die sich aus der Corona-Krise mit ihrem derzeitigen Regelwerk ableiteten, gebe es auch generelle Kritik an Flex, weshalb er gebeten worden sei, da nachzuhaken. Ähnlich wie im ersten angesprochenen Punkt kam auch zu Flex die klare Aussage von Idczak, dass es sich dabei um einen Aspekt der Schulorganisation handle, auf den die Gemeinde als Träger keinen Einfluss habe. Er erinnerte daran, dass die Schulleiterin sich bei früheren Gelegenheiten im Ausschuss dazu bekannt habe, an dem System festzuhalten.
Auch jetzt sehe sie keinen Anlass, dies in Frage zu stellen, erklärte Karola Neidhardt auf Nachfrage. Schließlich sei bei ihr bislang nicht in nennenswerter Weise prinzipielle Kritik an Flex angekommen. "Es sind sicherlich Einzelne, die das so sehen, doch aus der Elternkonferenz habe ich da keine Unzufriedenheit in der Masse wahrnehmen können", stellt sie klar. "Durch dieses System gelingt es uns, die Unterschiede der Kinder beim Eintritt in die Schule durch die sonderpädagogische Begleitung, die wir sonst so nicht hätten, besser abzufangen", beschreibt sie den Vorteil, an dem sie unbedingt festhalten wolle. "Persönliche Befindlichkeiten Einzelner, die jetzt die Stimme erheben, dürfen nicht dazu führen, dieses ganze System in Frage zu stellen", warnt die Schulleiterin davor, vernehmbare Kritik weniger womöglich als breite Unzufriedenheit fehlzuinterpretieren.
Gut vorbereitet, sagte Amtsvertreter David Idczak bezüglich des Fragenkatalogs von Heller, sei alles auch für das notwendige Mobiliar in den zusätzlichen Klassenräumen, die nach den Ferien unter anderen infolge des beschlossenen Auszugs der Bibliothek in Betrieb gehen sollen. "Die Beschaffung ist angelaufen, und ich hoffe, dass wir das bis August rechtzeitig schaffen." Neben Tischen und Stühlen für die Kinder geht es auch um zwei Smartboards (elektronische Tafeln), die bereits jetzt vor den Digitalpakt-Investitionen mit installiert werden, sowie die Verlegung von Kabeln und Anschlüssen in den neuen Klassenräumen. Dazu werde es in den nächsten Tagen noch eine Beratung zwischen Amt und Schulleitung zur Feinabstimmung der Maßnahmen geben.

Schon 13 Bewerbungen

Zudem sei am vorigen Freitag bei der Verwaltung die Genehmigung der Bauaufsicht für die Hort-Container eingegangen. Die notwendigen Tiefbauarbeiten würden sechs bis acht Wochen dauern, so dass die Container hoffentlich in zwei Monaten stehen. Auch für diese habe man die Bestellung der Möbel im Blick. Zudem sind in dem Zusammenhang fünf zusätzliche Pädagogenstellen zu besetzen. "13 Bewerbungen sind schon eingegangen", konnte Idczak als Zwischenstand verkünden.
Ausdrücklich dämpfte der Fachbereichsleiter die Erwartungen, was den Rehfelder Wunsch nach der Sekundarstufe I betrifft. "Der politische Wille ist der Verwaltung bekannt, doch ohne die nötigen Zahlen wird sich nichts bewegen." Es habe schon 2019 Gespräche im Schulverwaltungsamt des Kreises gegeben, bei denen klar wurde, dass es laut bisheriger Prognose zum Bevölkerungswachstum nicht ausreichend Schüler für die Oberstufe gebe.