Die neueste Idee, auch sonntags Gäste ins Haus an der Carl-Schmäcke-Straße 33 zu locken, ist ein Brunch. Den nächsten gibt es am 3. Februar von 10 bis 14.30 Uhr im Café Karzer. Wer für 19,90 Euro dabei sein möchte, muss sich vorher verbindlich anmelden, betont Arche-Chef Ralf Lauckner.
Er ist sehr zufrieden, wenn er auf 2018 blickt. Rund 26 000 Besucher kamen ins MGH, allein 5000 zu den fünf Sommerwind-Open-Air-Konzerten. Und weil die so gut ankamen, gibt es dieses Jahr gleich sechs davon. Zum Notieren: Polkaholix am 29. Mai, Dirk Michaelis am 29. Juni, Joachim Witt am 2. August, Mono Inc. am 9. August und Northern Lite am 24. August. Erstmals wird es eine Sommerwind-Schlagerparty geben, bei der am 7. September Feuerherz, Eloy de Jong, Cora und Marina Marx den Arche-Innenhof zum Kochen bringen wollen.
Helfen in vielen Lebenslagen, das ist das Anliegen des MGH, das zum Internationalen Bund gehört. So wird von der Arche aus der familienunterstützende Dienst koordiniert. Derzeit werden 18 Familien betreut, die ein behindertes Kind bzw. einen an Demenz erkrankten Angehörigen haben. Ziel ist es, die Erwachsenen zu entlasten. Selbst schon mehr als 75 Jahre alt, kümmert sich der älteste Ehrenamtler der Arche, Friedrich Schlüter, zweimal in der Woche im Haus der Senioren um alte Leute.
Neu in der Arche ist das Eltern-Kind-Zentrum. Da treffen sich Alleinerziehende oder Schwangere, gibt es das Mutter-Kind-Café, soll eine Krabbelgruppe entstehen und ab Februar wird Familien-Yoga angeboten.
„Fast nicht zu glauben, aber doch ein gesellschaftliches Prob-lem ist, dass es hier viele Analphabeten gibt, die sich mit Tricks durchs Leben schmuggeln“, erzählt Susanne Hüpping. Sie betreut ein in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Strausberg entstandenes Projekt, bei dem es darum geht, solche Menschen zu finden und ihnen ohne Druck lesen und schreiben beizubringen. Dieser Kurs findet in einem geschützten Rahmen statt und ist kostenlos. Wer also einen Angehörigen hat, der offenbar Hilfe braucht – keine Schüler –, kann sich gern an die Arche für nähere Informationen wenden.
Ein nächstes neues Projekt wird gerade in Fredersdorf umgesetzt. Im Nibelungenring 1 hat der IB eine ehemalige Pension gekauft. „Nachdem unsere Behinderten-WG in Neuenhagens Wolterstraße voll ist, brauchen wir mehr Räume“, erklärt Lauckner. Geplant ist, dass im Erdgeschoss eine WG mit fünf Plätzen entsteht und im Obergeschoss weiter die Pension, etwa für Handwerker, betrieben wird.
Wer Lust hat, sich die Arche in der Carl-Schmäcke-Straße näher anzuschauen, dort gibt es technisch voll ausgestattete Tagungsräume, die auch für Feiern genutzt werden können, der kann ja mal zum Musikcafé, immer am zweiten Dienstag von 15 bis 17 Uhr, kommen. Dann gibt es Gutes für die Ohren, Tanzbares für die Beine, Kaffee sowie selbst gebackene Kuchen im Café Karzer. Das hat übrigens immer montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Arche, Carl-Schmäcke-Straße 33, Tel. 03342 21584