Arno Neumann ist tot. Der langjährige Bürgermeister von Rehfelde, Ehrenwehrführer, Ehrenmitglied im Sportverein, ins Ehrenbuch der Gemeinde eingetragene Bürger ist in der Vorwoche im Alter von 84 Jahren verstorben. Auf der Internetseite der Gemeinde stand die Nachricht und Reaktionen dazu ließen nicht lange auf sich warten.
Dem aus Rüdersdorf gebürtigen Uhrmacher und Ingenieur gebühre das Lob, "zu Beginn der 1990er-Jahre eine von Weitsicht getragene Politik der Ortsentwicklung eingeleitet" und den Ort für Zuzüge geöffnet zu haben, heißt es u. a. seitens seiner Partei Die Linke, der Geschichtswerkstatt Rehfelde und des amtierenden Bürgermeisters. Viele Projekte zeugten davon und Spuren seines Wirkens.
Immer wieder wird Neumanns zupackende, menschliche Seite gelobt. "Er war ein Prachtkerl, mit dem man Pferde stehlen konnte", sagt Klaus Emmerich über Arno Neumann. Über viele Jahre saß der CDU-Ortsvorsitzende Seite an Seite mit dem Linken Arno Neumann in der Gemeindevertretung. Zu ihm habe man immer Vertrauen haben können und "wir hatten stets gute Gespräche", sagt er rückblickend.
Auch Heidrun Mora, BürgerGemeinschaft Rehfelde, kann das als langjährige Gemeindevertreterin nur bestätigen. "Er war ein feiner Mensch, ein Vorbild, und immer auf das Wohl der Gemeinde bedacht", urteilt sie, ganz gleich, wie Wahlen für ihn ausgegangen seien, ob als Bürgermeister oder einfacher Gemeindevertreter.
"Er hat viel für Rehfelde getan und geleistet", habe nachhaltig gewirkt und gezeigt, dass es am Ende immer um Rehfelde ging, egal, welcher Partei oder politischen Gruppierung man angehört, schätzt Patrick Gumpricht (FÜR). Er werde nie vergessen, wie Arno Neumann in einer Sitzung zu ihm sagte: "Jetzt bin ich der Älteste und du der Jüngste."
Erst 2015 war der damals 80-jährige rastlose Alterspräsident der Gemeindevertretung zu einer festlichen Veranstaltung in den kommunalpolitischen Ruhestand verabschiedet worden.