"Wir haben auf der Ostbahn ein großes Problem, weil die NEB nicht in der Lage ist, vertragliche Bedingungen einzuhalten." Schmidt ging damit auf immer wiederkehrende Probleme ein, vor allem Zugausfälle und regelmäßige Unpünktlichkeit auf der Strecke zwischen Berlin-Ostkreuz und Kostrzyn. "Bei Neuausschreibungen sollte man immer auch eine Auge auf die Verlässlichkeit der Betreiber richten", sagte Schmidt. "Ich würde mit der NEB nicht weitermachen."
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte beim selben Gespräch angekündigt, dass das aktuelle Vergabeverfahren für das Netz Ostbrandenburg ab Dezember 2024 zwischen Müncheberg und Ostkreuz eine Taktverdichtung auf zwei Züge statt bisher einem pro Stunde vorsieht. Einzelne Verstärkerfahrten zu einem früheren Zeitpunkt würden geprüft.
Um die unbefriedigende Pünktlichkeit in den Griff zu bekommen, hatte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) veranlasst, zunächst testweise vom 31. August bis zum Fahrplanwechsel im Dezember die Züge zwischen 8.30 und 20.30 Uhr in jeder zweiten Stunde schon in Lichtenberg enden zu lassen, vor allem, um mehr Puffer bei den Wendezeiten zu haben.