Deutliche Veränderungen sind derzeit am Naturpark-Besucherzentrum Schweizer Haus erkennbar. In dieser Woche liefen unter anderem Pflasterarbeiten mit Naturstein am Zugang. Für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator bleibt ein Plattenweg, daneben sind Streifen mit Feldsteinen gepflastert. „Ist ein bisschen wie ein Puzzle“, erzählt Max Frenzel von der Galabau-Firma Kracht, der die passenden Steine für die letzten Meter heraussucht.

Außenanlagen sollen im November fertig sein

Laut Naturpark-Chefin Sabine Pohl-Peters waren schon 2017 Fördermittel für die Umgestaltung der Ausstellung im Haus, die mittlerweile 20 Jahre alt war, und der Außenanlagen zugesagt, insgesamt gut 600.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Die Planung sei dann 2019 erfolgt, nun läuft der Umbau. Sie rechne damit, dass die Außenanlagen im November fertig werden. Es sei „schon viel geschafft“, lobte sie.
Zum Beispiel ist auf der hinteren Giebelseite eine neue Terrasse entstanden, berichtet der Ihlower Uwe Steinkamp, der für die Pläne verantwortlich zeichnet. Mit recyceltem Material als Beitrag zu Nachhaltigkeit, die generell angestrebt wird. Auch eine neue Freitreppe gibt es in dem Bereich. Verwitterte Terrassendielen an der Seite seien verschwunden, mit Platten ein Übergang zur wassergebundenen Freifläche an der Seite geschaffen worden. Zudem ist ein Beet angelegt, mit schwingenden Formen, die an Fließbewegungen erinnern, erläutert er. Im Oktober würden noch Gräser, Pflanzen und Bäume in die Erde kommen.

Nachhaltigkeit zentrales Thema

Zu den neuen Ausstellungsinhalten waren vorab Workshops und Befragungen gelaufen. Im Mittelpunkt der Neugestaltung soll die Motivation zu nachhaltigem Lebensstil stehen. Es wird der Bogen gespannt von der eiszeitliche Entstehung der Landschaft über Gegenwart mit Vielfalt an Lebensräumen und Arten bis zu Zukunft und Nachhaltigkeit. Beim erhofften Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach spielt indes bislang der Eigentümer nicht mit. Die Wiedereröffnung des Besucherzentrums für Publikum ist für das Frühjahr vorgesehen.
Eigentlich hatte der Naturpark in diesem Jahr mit einem großen Fest in Buckow sein 30-jähriges Bestehen feiern wollen, aber Corona kam dazwischen. Weil schon zu den Apfelfesten um die 1000 Gäste kamen, habe man Abstand genommen, hieß es. Stattdessen seien nun im November drei Pflanzaktionen in kleinem Rahmen vorgesehen. So sollen an der Schule im Weinbergsweg Blutahorn oder Blutbuchen gepflanzt werden, an anderen Standorten Hecken und Obstbäume.