Die Beeskower Hochbauer und die Zimmerleute aus Diensdorf haben in den zurückliegenden drei Monaten ihr Zeugnis ebenso abgeliefert wie die Berliner Gerüstbauer. Doch nach vorn drängelten sie sich nicht, als es ums Foto für das Richtfest ging. Lieber ließen sie dem abgeordneten Trio auf den schwankenden Planken des Gerüsts den Vortritt.
Bürgermeister, Amtsdirektor und Zimmermann Billy Nischan waren auf die Gerüst-Balustrade hinaufgestiegen, um einen markigen Richtspruch in die Welt zu senden, drei Sektgläser für glückliches Gelingen am Fuße des Baus zu zerschmettern und mit vereinter Kraft einen langen Nagel ins Gebälk zu treiben. Wie es sich traditionell gehört.
"Damit der Bau auch lange hält", setzte Bürgermeister Reiner Donath zu einer kurzen Rede an, damit er ewig stehe, die Kinder viele schöne Stunden darin verbringen, die Eltern beruhigt ihrer Arbeit nachgehen und "wir alle uns daran freuen" könnten. Dann war die Geduld der Knirpse aus dem "Fuchsbau" erschöpft und Amtsdirektor Marco Böttche blieb akustisch nur noch ein Dankeschön für Planer und Bauausführende übrig.
Schließlich wollten die Großen unter den Kleinen die Bauleute und Gäste noch mit einem "Witz" erfreuen. Sie stiegen dazu in Sicherheitswesten, setzten Schutzhelme auf und klebten sich Schnurrbärte unter die Nase, bevor sie aufs Kommando "Morgen, Männer! Ran an die Arbeit, zack, zack!" Karton auf Karton zu einem "30 Meter hohen Turm" stapelten, wie es der "Bauplan" vorsah.
Soweit so gut, denn eigentlich hielt der Chef den Plan verkehrtherum: Das Bauwerk sollte ein Brunnen werden ... So etwas soll dem für die Gemeinde so wichtigen Bauwerk indes nicht passieren. Dafür sollten nicht zuletzt die vielen bunten Luftballons mit angehängten Wunschzetteln sorgen.
In den Erweiterungsbau mit vier Gruppenräumen, Garderoben, Waschräumen, großzügigem Spielbereich, einem Beratungs- und Nebenräumen sollen künftig die unter Dreijährigen einziehen. Dafür investiert die Kommune mehr als eine Million Euro in den auch optisch angepassten Gebäuderiegel.