Schade sprach auf MOZ-Nachfrage von einem "Sonderfall". Es handele sich um das einzige verabredete Projekt im S-Bahn-Bereich, während alles andere, insbesondere Begehrlichkeiten von Kommunen am westlichen Rand Berlins, nur "Wünsch-dir-was-Listen" seien. Dort gebe es keine Bewegung.
Allerdings war in der Mitteilung von einem "Zusammenspiel verschiedener Bauvorhaben" an Bahnhöfen und Strecken die Rede. So sei die Errichtung eines separaten Bahnsteigs für den Regionalverkehr am Bahnhof Strausberg 2016/2017 vorgesehen, der zweigleisige Ausbau des Ostbahn-Abschnitts Strausberg-Rehfelde "zeitlich flexibel eingeordnet". Er hänge "im Wesentlichen von der Verfügbarkeit von Finanzmitteln ab". Die Fertigstellung sei bis spätestens 2017 zur Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Berlin-Ostkreuz erforderlich, um die Regionalbahn 26 bis dorthin zu verlängern. Den Zeitraum von nur dreieinhalb Jahren bezeichnete Schade für Infrastrukturprojekte als kurz.
Von der Deutschen Bahn hieß es, die Finanzierungsvereinbarung für den Begegnungsabschnitt der S-Bahn sei noch nicht abgeschlossen, aber "auf gutem Wege". Eine grundsätzlich positive Aussage des Landes, das zu 100 Prozent zahlt, sei vorhanden. Gewisse Terminrisiken bestünden indes noch, zum Beispiel in Bezug auf die Planfeststellung. Das zweite Gleis für die Ostbahn werde ungefähr hälftig von der DB Netz AG und Brandenburg bezahlt. Auch hier gebe es eine grundsätzlich positive Aussage des Landes. Ein Bau 2016/17 würde reichen, weil Ostkreuz erst Ende 2017 fertig werde.