Energie sparen, kommunale Gebäude energetisch sanieren und mit passenden, Energie produzierenden Lösungen ausstatten. Das ist eine Facette aus dem Klimaschutzkonzept der Gemeinde und in der Arbeit von Klimaschutzmanager René Tettenborn. Er hat auch Tipps für Privathaushalte.
Der Altbau der kommunalen Kita „Fuchsbau“ hat jetzt wärmende „Schals“ bekommen. Sie sind von den Männern der Seelower Firma Farbe und Form rund um das langgestreckte Bauwerk „gelegt“ worden. Dämmplatte um Dämmplatte haben sie zwischen den Fensterbändern in der unteren und oberen Etage angebracht, auch am Sockel solche angebracht und unterhalb des Dachs.
Das waren die Schwachstellen, die Klimaschutzmanger René Tettenborn nach Aufnahmen mit der Wärmebildkamera festgehalten hatte. Auf ein Plakat aufgebracht, zeigen die Fotos genau, wo am meisten Wärme austritt. Grund genug, entsprechend der kommunalen Energiestrategie über Verbesserungen und damit Einsparungen nachzudenken.
„2016/2017 war die Schulturnhalle dran und in diesem Jahr ist es der Altbau der Kita“, sagt Tettenborn bei einem Besuch an der eingerüsteten Kita. Dank einer etwa 50-prozentigen Förderunterstützung für ausgewählte Maßnahmen des Klimaschutzmanagements kann die Gemeinde diese Maßnahme 2018 realisieren – bei einem Investitionswert von rund 180 000 Euro inklusive Planung nicht von der Hand zu weisen.
Nicht nur die dick mit Mineralwolle ausgepolsterten Dämmplatten auf der Fassade halten künftig die Kita „warm“. Der Baukörper wurde auch oben unter dem sogenannten Kaltdach zusätzlich mit Steinwolle-Matten ausgestattet – gleichzeitig brandschutzgerechtes Material. Zusammen erwartet der Klimaschutzmanager später eine Einsparung von 70 bis 80 Prozent. Im Winter werde er sich noch die Fenster etwas genauer ansehen, sagt er, denn oft könnten schon mit geringfügigen, schnell erschwinglichen Mitteln Erfolge erzielt werden. Ein Vorher-Nachher-Vergleich mit der Wärmebildkamera wird es zeigen.