Die Tage der Sonnenuhr auf dem Parkplatz am Rüdersdorfer Rathaus sind gezählt: Geplant sei, das in Teilen historische Stück auf den Marktbereich zu versetzen, kündigte Bürgermeisterin Sabine Löser an.
Man wolle eine Fachfirma suchen, die die Umsetzung übernimmt und dies in den Wintermonaten erledigt, sagte sie. Hintergrund der neuen Standortsuche sei die Tatsache, dass die Sonnenuhr auf dem Parkplatz zuletzt mehrfach angefahren wurde. Derzeit ist die Uhr von Schutzzäunen umrahmt, ist ein Block aus dem unteren Teil herausgebrochen.

Zu DDR-Zeiten hing sie am „Konsumberg“

Die rund 3,5 Tonnen schwere Stele aus Kalksteinen war 2009 vom Kulturhaus auf den Sockel auf dem damals neuen Parkplatz umgesetzt worden, um dort mehr Blicke auf sich zu lenken. Eine Umsetzung war bereits einige Jahre zuvor von der Gemeindevertretung beschlossen worden. Bei der Planung für den Parkplatz im Rahmen der Bewerbung für die Landesgartenschau 2013 war dann diese Stelle berücksichtigt worden.
Zuerst hatte die Uhr, mit deren Gravur die Richtung nach Tasdorf und Rüdersdorf gewiesen wird, am Ende der Redenstraße auf dem zu DDR-Zeiten „Konsumberg“ genannten Hügel zwischen Kreuzbrücke und Kesselsee an der Gabelung nach Herzfelde gestanden. Sie soll um 1800 von einem Woltersdorfer Steinmetz erbaut worden sein. In den 1950er-Jahren war sie schon einmal aufgemöbelt worden, in den 1970ern wurde sie wegen einer Tagebauerweiterung nach dem Abpumpen des Heinitzbruchs von dort entfernt.