Wie er erläuterte, handele es sich um das letzte Baufeld in der Hand der Gemeinde in der Nähe der Altlandsberger Chaussee. Die Baukosten bezifferte er mit ca. acht Millionen Euro. Vordergründig gehe es derzeit nicht um die Baukosten, ergänzte seine Fraktionskollegin Ruth Schaefer. Es gehe um Mietwohnungen in kommunaler Hand, mit denen Einfluss auf die Mietpreisentwicklung im Ort genommen werden könnte, gegebenenfalls auch über einen Mietspiegel. "An der Stelle passt es und ist auch möglich", sagte sie mit dem Hinweis, dass ein Viergeschosser zugleich Lärmschutz für dahinter liegende Bebauung bedeute. Nicht zuletzt verwies sie auf ökologische Aspekte. Werde in die Höhe gebaut, werde weniger versiegelt.
Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) machte deutlich, dass die Gemeindevertretung die Entscheidung treffe, ob man die Fläche behalte oder zur Entwicklung abgebe. Bleibe sie in kommunaler Hand, könne die Politik steuern, ansonsten sei alles möglich, was der Bebauungsplan hergebe.
Grundsätzlicher Widerspruch war im Hauptausschuss nicht zu erleben. Kay Juschka (CDU) berichtete sogar von ähnlichen "Überlegungen" in seiner Fraktion. Für das Entwickeln in eigener Hand könne man bei entsprechendem Vorlauf  Partner nutzen, wie die Wohnungsbaugesellschaften Bernau oder Strausberg. Auch der Bürgermeister sprach sich für Partner aus der "kommunalen Familie" mit Erfahrungen aus. "Es ist ja nur ein Block" zeigte er sich optimistisch, dass auch jemand zu gewinnen sei.
Strausberger winken ab
In Frage kommt zum Beispiel die Gehus in Altlandsberg, die ohnehin Hoppegartener Objekte verwaltet. Geschäftsführer Frank Ruppersberger hält eine Kooperation für machbar, sofern man früh genug einbezogen werde. "Wir haben für Neubauten ein eigenes Ingenieurbüro", sagte er auf MOZ-Nachfrage. Sein Unternehmen habe eigens ein Typenhaus entwickelt, das auch den Anforderungen der Landesinvestitionsbank zum Beispiel an den Energieverbrauch entspreche, sagte er. Dies sei allerdings ein Zweigeschosser und eher für den ländlichen Raum gedacht.
Strausbergs SWG-Chef Markus Derling sagte, man könne gern über wirtschaftlich tragfähige Projekte reden. Sein Unternehmen sei aber vorrangig örtlich gebunden, sehe seine Aktivitäten eher in der eigenen Stadt.