Verantwortung geteilt
Dass die drei Sparten-Chefs zugleich alle zu Geschäftsführern der Strausberger Eisenbahn GmbH berufen wurden, ist politischer Wille der scheidenden Stadtverordneten: Am Beispiel des unvermittelten Abschieds für Derlings Vorgänger wurde ihnen offensichtlich bewusst, dass die Konzentration der Entscheidungsbefugnisse allein in den Händen von Bürgermeisterin und Stadtkonzern-Lenker ihren Einfluss auszuhebeln imstande ist.
Daraufhin angestellte Vorstöße,  die Bildung  des Stadtkonzerns aufzuhalten, wurden angesichts der Folgekosten fallen gelassen. Am Ende blieb der Beschluss, eine mehrköpfige Geschäftsführung zu installieren und die Rolle der parlamentarischen Kontrollgremien zu stärken: Ein Beteiligungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung und erweiterte Aufsichtsräte der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft und der Strausberger Eisenbahn sollen den Einfluss der künftigen Stadtverordnetenversammlung besser zur Geltung bringen. Und weil die Strausberger Eisenbahn GmbH die Holding der Stadtwerke-Gruppe bildet, sind alle drei dort Geschäftsführer.
Allzu viele Blicke zurück auf diese Turbulenzen gönnten sie sich am Montag nicht: "Wir blicken nach vorn und wollen die städtischen Gesellschaften gemeinsam mit der Stadt und den Stadtverordneten in eine sichere Zukunft führen", hieß es unisono. Damit die Kommunikation zwischen diesen Partnern auch personell auf ein höheres Niveau gehoben werde, soll ein Referent in der Chefetage der Holding als Mittler zur Koordinierung der Zusammenarbeit eingestellt werden.
So eng wie die Troika fürs Pressefoto zusammenrückte, sollen auch die städtischen Gesellschaften in der Kastanienallee ihre Verwaltungen konzentrieren und die Kräfte bündeln, wodurch erhebliche Synergieeffekte möglich werden. Die neue Adresse der SWG lautet ab 21. Mai: Kastanienallee 40 in Strausberg.
"Als Beispiele für Synergien nenne ich einmal einen gemeinsamen Fuhrpark, gemeinsame Archive und das ganze Facility-Management", sagte Markus Derling, womit er die Gebäudeunterhaltung meinte. Dafür wird mit der Verlegung der zur Strausberger Wohnungsbaugesellschaft gehörenden Tochter Hausservice Strausberg GmbH im Frühherbst noch ein wichtiger Impuls gesetzt. Für das freizuziehende Areal an der Hegermühlenstraße hat Derling erste Überlegungen in Richtung Wohnbebauung angestellt.
100 neue Wohnungen
"Die Stadt hat ja für die gegenüberliegende Konversionsfläche bereits Wohnungsneubau geplant", begründete der SWG-Geschäftsführer seine Überlegungen. Der zentrumsnahe Standort sei für dreigeschossige  Mehrfamilienhäuser gut geeignet, wobei er von einem "Stapelgeschoss" sprach. Der Standort sei auch hinsichtlich Schulen und Versorgung gut angebunden. Insgesamt sieht er in der Modernisierung des 5000-WE-Bestandes die Hauptaufgabe.
Für die nächsten Jahre sollten rund 100 Wohnungen in Ergänzung des Bestandes neu gebaut werden. Dabei soll auch die demografische Entwicklung besonders berücksichtigt werden.

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