Wie es an der Ecke Gruscheweg/Carl-Schmäcke-Straße einst aussehen könnte - wann Eröffnung ist, wurde nicht gesagt, wohl aber, dass mit etwa fünf Monaten Bauzeit zu rechnen ist - das können sich Interessierte in Fredersdorf-Nord anschauen, wo der Protoyp der neuen Aldi-Filialen steht. Statt Sattel- gibt es ein Flachdach mit einer nach Ost/West ausgerichteten Photovoltaikanlage drauf. Die braucht es, um den Strom zu erzeugen, mit denen die Luftwärmepumpen betrieben werden, die die Abwärme der Kühltechnik nutzen, um das Gebäude zu beheizen. "Wir fahren ein in sich geschlossenes System", betonte Torsten Schmidt. Zumindest, wenn die Sonne scheint. Derzeit gebe es Versuche in Münster, überschüssige Energie in Eis zu speichern, verriet er.
Viel Glas und eine separate Pfandflaschenannahme sorgen für viel Licht und weniger Gerüche. Im Eingangsbereich wird sich ein Kunden-WC befinden. Breitere Gänge bieten eine höhere Aufenthaltsqualität. Sie sind aber auch nötig, um die Regale tagsüber bestücken zu können. Breiter werden auch die Parkplätze. Entstehen werden 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche. Für all das soll jetzt ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden.
Dagmar Schultz (Die Parteilosen) regte an, doch darüber nachzudenken, das Grundstück effektiv zu bebauen. Mit Aldi, Edeka und einer Drogerie. Sven Kindervater (Linke) lehnte es vehement ab, dass jetzt eine neue Diskussion aufgemacht wird. Ebenso Corinna Fritzsche-Schnick (CDU), die aufgebracht fragte, ob in der Gemeindevertretung irgendeine Überraschung von Seiten der Parteilosen zu erwarten sei. "Wir haben keine Begehrlichkeiten, wir haben nur geguckt, was aufs Grundstück passt", betonte Dagmar Schultz.Janina Meyer-Klepsch aus der Verwaltung betonte, dass dieses Vorhaben so wie es jetzt vorangebracht wird, das Ziel hat, das Zentrum zu stärken. Auch Georg Stockburger (Grüne/B 90) lehnte es ab, jetzt im Norden eine Art Mall zu bauen. Torsten Schmidt ergriff das Wort und sagte: "Wir bauen gern mit einer Drogerie zusammen. Das zieht Kaufkraft an. An Ihrer Stelle würde ich das in Nord aber nicht machen, wenn Sie ihr Zentrum stärken wollen." Eine Mehrheit befürwortete den Aufstellungsbeschluss.