Die Debatte drehte sich im Bauausschuss mehr um redaktionelle Aspekte. So fanden Vorsitzender Nick Reinking (SPD) und Mitglied Thomas Frenzel (grün, liberal, bürgernah), dass das Wort „streichen“ zu hart klinge und durch „aussetzen“ ersetzt werden solle. Wolfram Wetzig seitens der einreichenden Linken nahm die Änderung diskussionslos an. Nicht durchsetzen konnte sich hingegen Heiko Winkelmann (UfW. Pro Strausberg) mit dem Vorschlag, das Moratorium auf ein Jahr zu begrenzen und jeden Oktober angesichts der Lage auf dem Markt neu zu entscheiden. Finanzfachgruppenleiterin Britta Schellin stellte klar, dass der Oktober für große Haushaltsumschichtungen ein zu später Zeitpunkt sei.
Bürgermeisterin Elke Stadeler räumte ein, dass sich das Straßenausbauprogramm bis 2030 seinerzeit auf ganz andere Baupreise stützte, als sie heute verlangt würden. Es müsse insgesamt überarbeitet werden. Sie wies erneut darauf hin, dass die Initiative im Land auf eine Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ziele: „Wir reden bei uns über die Erschließung von Straßen.“ Wolfram Wetzig stellte hingegen klar, dass die Linken im  Land beide Finanzierungsmodelle zur Disposition stellten.
Die Nachfrage von Rüdiger Neuguth (SPD), ob bisherige Planungsleistungen in der Waldemarstraße, Ruhlsdorfer Straße und Wiesenweg umsonst seien, verneinte die Bürgermeisterin. Planer Torsten Irgang konnte dennoch seine Unterlagen wieder einpacken. Seine Auswertung der Beteiligung der Anwohner der Ruhlsdorfer Straße ist hinfällig und vermutlich in zwei Jahren unaktuell.