Mehrfach gingen am 08.02.2021 bei der Polizei Anzeigen wegen betrügerischer Anrufe ein. Bei drei Versuchen scheiterten die Kriminellen, einmal jedoch waren sie erfolgreich. Am Nachmittag hatte bei einer Rentnerin in Strausberg das Telefon geklingelt. Als die Frau abhob, war ein Mann am anderen Ende der Leitung. Der gab vor, Polizist zu sein und meinte, dass ein Angehöriger der Dame einen Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei sei der andere Unfallbeteiligte schwer verletzt worden.
Nun müsse der Verursacher ins Gefängnis, wenn nicht eine Kaution von 20.000 Euro entrichtet würde. Die Frau gab ihm zu verstehen, kein Geld zu haben, worauf das Interesse des „Polizisten“ an einer Fortführung der Unterhaltung schnell endete. Umgehend legte er den Hörer auf und rief auch nicht wieder an.

Auch zweite Rentnerin zu pfiffig für die Betrüger

Eine weitere Strausberger Rentnerin hatte einen gleichlautenden Anruf erhalten. Wieder war ein angeblicher Polizist dran und wieder war es ein Unfall, der nun sogar tödliche Folgen gehabt haben sollte. Diesmal verlangte er schon 25.000 Euro als „Kaution“ und ließ zur Bekräftigung seiner Forderung eine weinende Männerstimme im Hintergrund abspielen. Alternativ könne Gold oder Schmuck hinterlegt werden… Doch auch diese Frau erwies sich als rundum informiert und pfiffig und konnte so den Ganoven in die Schranken weisen. Sie erklärte kurzerhand, den vorgeblichen Angehörigen mit der weinerlichen Stimme sprechen zu wollen. Daraufhin war das Gespräch beendet, weil der Anrufer wieder entnervt den Hörer auf die Gabel warf!

Betrüger mit Gewinnspielmasche erfolgreich

In einem der Fälle rief ein angeblicher Mitarbeiter eines Sicherheits- und Transportunternehmens bei einem Rentner in Eggersdorf an. Der Herr wollte „Rolf Schneider“ heißen und gab vor, dass sein Gesprächspartner 28.000 Euro im Lotto gewonnen habe. Das Geld würde nun zu ihm gebracht werden. Jedoch müsse der „Gewinner“ für die Transportgebühren aufkommen, was einen Betrag von 1.000 Euro ausmache. Dies könnte in Form von GooglePlay-Karten und dem Durchgeben der entsprechenden Codes erfolgen… Der Rentner erwies sich jedoch als gut informiert und ließ sich auf derartige Geschäftsgebaren gar nicht erst ein. Daraufhin war das Gespräch auch schnell beendet.

GooglePlay-Karten als Bezahlmethode

Mehr Erfolg hatte eine Betrügerin dann bei einem Rentner in Neuenhagen. Die angebliche „Lena Braun von der Gewinnspielhotline“ offerierte dem Mann einen Gewinn in Form eines Autos. Alternativ könne der Wert des Wagens auch ausgezahlt werden. Die 49.000 Euro würden ihm zugesandt, wenn er eine „Transportgebühr“ in Höhe von 800 Euro bezahlt habe. Wieder wurden die GooglePlay-Karten ins Spiel gebracht und diesmal gelang es tatsächlich, den Gesprächspartner zum Kauf derartiger Gutscheinkarten zu bewegen. Nachdem er die entsprechenden Codes durchgegeben hatte, meldete sich niemand mehr bei ihm.