Eigentlich sollte der Startschuss für den Neubau schon einige Monate früher erfolgen. Bürgermeisterin Elke Stadeler erklärt die Verzögerungen zum Teil mit nötigen Abstimmungen zwischen den involvierten Ministerien des Innern und für Finanzen sowie den verschiedenen Fachebenen. Anders als die allgemein gängige Praxis baut in Strausberg nämlich die SWG die neue Inspektion, in die sich das Land dann einmieten wird.
Zu diesem Schritt ermuntert hatte die Stadt 2012 der damalige Innenminister Dietmar Woidke bei einem Besuch der längst in die Jahre gekommenen Polizeiinspektion in der Wriezener Straße. Der ausgehandelte Mietvertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahre. An die acht Millionen Euro wird die städtische SWG in den Neubau investieren. Weitere 850 000 Euro kommen von den Stadtwerken Strausberg, die mit im Boot sitzen. Sie kümmern sich neben Wärme- und Stromversorgung auch um jene Betriebseinrichtungen, die "über den normalen Wohnungsbedarf hinausgehen", wie es Geschäftsführer Andreas Gagel formuliert.
Der Dreigeschosser in L-Form wird auf einem etwa 7250 Quadratmeter großen Grundstück nahe der Garzauer Straße neben der Zentrale von Busverkehr Märkisch-Oderland entstehen. Die dortige Stichstraße - benannt nach Ernst Thälmann - wird die Stadt für 30 000 Euro kaufen. Und umbenennen, wie die Bürgermeisterin ankündigte. Noch fehle allerdings ein passender Name.
Dass die beiden privaten Hallen vor dem künftigen Neubau alles andere als einen schönen Anblick bieten, das weiß auch der Bauherr. Ob und wie man sich da mal ins Benehmen setzt, bleibe abzuwarten, heißt es.
Das neue Polizeigebäude wird über eine Gesamtnutzfläche von etwa 3700 Quadratmetern verfügen und rund 200 Mitarbeitern Platz bieten - unter weit besseren Arbeitsbedingungen als bislang. Dazu zählt dann auch der Bereich Prävention, dessen Diensträume in der Kastanienallee 40 mit dem Umzug aufgegeben werden. Mit dabei sein werden zudem fast 50 Beamte, die bislang im Revier Neuenhagen angesiedelt sind. Konkret handelt es sich dabei um die Kripo sowie den Wach- und Wechseldienst. Das Revier in der Berliner Straße wird danngeschlossen.
Was aber nicht bedeutet, dass es dort dann keine Polizeipräsenz mehr gibt. Alle 16 Revierpolizisten des Bereichs Neuenhagen würden dann Räumlichkeiten im Rathaus beziehen, bekräftigt Inspektionsleiter Sven Brandau und weiß sich da eins mit Bürgermeister Jürgen Henze. Brandau ist in dem Zusammenhang noch der Hinweis wichtig, dass die Revierpolizisten zusätzlich in ihren jeweiligen Kommunen weiter Sprechzeiten anbieten würden.