Am Donnerstag war wieder Bauberatung in der Märkischen Straße. Jede Woche treffen sich die Verantwortlichen der SWG, Planer und Firmenvertreter, um den derzeitigen Stand und den weiteren Ablauf zu besprechen. "Wir sind gut dabei", schätzt der SWG-Chef bei einem kurzen Rundgang mit der MOZ ein.
Im obersten Geschoss härtet noch der Bodenestrich aus, eine Etage tiefer sind vor allem Fliesenleger am Werk. Sie arbeiten allerdings nicht in Sanitärbereichen, sondern in den Fluren. Die erhalten etwa hüfthoch einen Fliesenspiegel, damit die Polizisten später mit ihrer Ausrüstung nicht die Wände abschrammen. Darüber ist in Fliesenstärke geputzt. So bleiben am Ende keine Staubkanten.
Die meisten Elektro-, Wasser- und Heizleitungen sind inzwischen verlegt, die Heizkörper hängen. Wo für Kabel oder Rohre geschlitzt wurde, erfolgten jetzt die finalen Putzarbeiten, dann könne der erste Anstrich vorgenommen werden, erklärt Wegner-Repke. Dann rücke der Bodenleger mit Ausgleichsmasse an, dann erneut der Maler für Wände und Türen. Die sind derzeit noch nicht eingehängt, damit sie weder Schaden nehmen noch anrichten, weil noch keine Stopper angebracht sind. Auch manche Verglasungen sind zwar bereits geliefert, aber noch nicht eingebaut. Im Februar, so schätzt der SWG-Geschäftsführer ein, könnten die Ausbaugewerke ihre Arbeit beenden, dann sei im März noch Zeit für Restarbeiten sowie das Einrichten der Mess- und Regelanlagen sowie der Datentechnik.
Besonders erfreut ist der SWG-Chef, dass auch bei den Außenanlagen "gut Zeit rausgeholt" worden sei. Die TSU Müncheberg ist gerade dabei, auf dem Innenhof den Unterbau für die Pflasterung der Parkplätze für die Beamten herzurichten. Zwei lange Abflussrinnen sind bereits fertig. So könne der Hof noch vor dem Winter fertig werden und man müsse nicht auf offenes Wetter im Februar oder März hoffen.
Überhaupt zeigte sich der Bauherr sehr zufrieden mit den Partnern, sowohl Planer und Baubetreuer als auch den beteiligten Firmen. Alles laufe sehr professionell ab. "Da haben wir Glück." Zudem sei mit den Vertragspartnern vom Landesbetrieb für Bauen, dem Zentraldienst der Polizei und den künftigen Nutzern von der Inspektion Märkisch-Oderland "rechtzeitig vorgedacht" worden. Ein Funktionsgebäude für die Polizei sei eben doch etwas anderes als ein Wohn- oder Bürohaus. Wenngleich es in dem L-förmigen Dreigeschosser mit etwa 2500 Quadratmetern Nutzfläche eine ganze Menge Büroräume gibt. Rund 200 Polizisten sollen hier modernste Bedingungen vorfinden. Aber es gibt eben auch Spezielles wie Waffenkammer, die großen Umkleiden für die Beamten oder den Gewahrsam. Letzterer muss zum Beispiel so konzipiert sein, dass es beim Blick durch den Türspion keine verborgenen Ecken gibt.
In der Regel dürften sich Bürger dort allerdings nicht aufhalten. Wer ein Anliegen an die Polizei hat, kommt vielmehr durch den Vordereingang in einen Raum mit Tresen und viel Glas. So haben die Beamten im Dienst stets im Blick, ob Besucher kommen. Etwa ein halbes Jahr dauert es noch, bis die neue Anlaufstelle in Betrieb ist. Man befinde sich derzeit mit den Ehrengästen in der Abstimmung über den Termin der offiziellen Eröffnung, sagt Wegner-Repke.