Im ersten Quartal 2018 soll mit dem Bau des Radweges von Gielsdorf nach Strausberg begonnen werden. Das geht aus einer Antwort der Landesministerin für Infrastruktur und Landesplanung Kathrin Schneider auf eine Kleine Anfrage des Linken-Landtagsabgeordneten Marco Büchel hervor. Der die Landesstraße 23 begleitende Radweg soll demnach im nächsten Jahr gebaut und im Frühjahr 2019 fertig gestellt werden. Die Planungen seien abgeschlossen. Die Kosten von 700 000 Euro sollen zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert werden, das restliche Fünftel übernehme das Land.
Diese Kosten decken aber nicht den gesamten Radwegebau ab. So hat die Stadt Altlandsberg, zu der Gielsdorf ja gehört, die entsprechenden Privatgrundstücke erworben. Auch Strausberg hat für die erforderlichen Grundstücke Kaufverträge bzw. Bauerlaubnisse eingeholt. Dabei muss die Stadt als Baulastträger des Radweges ab Ortseingang nur 60 Meter bis zum Anschluss an den vorhandenen Radweg finanzieren. Im neuen Haushalt sind dafür 30 000 Euro eingeplant. Seitens des Rathauses lobt Fachbereichsleiterin Birgit Bärmann den Erfolg des Altlandsberger Engagements für den Radweg, von dem nicht nur Gielsdorfer Schulkinder, sondern auch die Strausberger Einwohner, besonders die in Gartenstadt, profitieren: "Das ist ein schönes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit, die wir weiter ausbauen sollten."
Linken-Landtagsabgeordneter Marco Büchel freut sich, den Strausbergern und Gielsdorfern die gute Nachricht übermitteln zu können: "Ich habe ja schon in der vorigen Legislaturperiode immer wieder im Ministerium nachgehakt, wann der Radweg endlich in die Planungen und vor allem den Haushalt eingeordnet wird. Dass es jetzt endlich klappt, kann ich nur begrüßen." Er hoffe, dass die beteiligten Kommunen ihre Beiträge entsprechend leisten.