Turnusgemäß einmal im Jahr informieren sich die Ausschussmitglieder ganz direkt über die Lage in den Kitas. Gabriele Heißig (Fuchsbau Rehfelde), Sylvia Kubas (Zinndorf) und Angela Kunze (Rehkids Werder) legten dabei sehr klar ihre Sorgen und Nöte dar. Am gravierendsten sind diese im "Fuchsbau", der größten Einrichtung.
Die vermehrte Zahl von Krippenkindern im Verbund mit dem Engpass beim Personal spitzt die Lage in der mit Betriebserlaubnis für 145 Kinder laufenden Einrichtung derzeit zu. Explizit fehlten im Moment drei Kolleginnen, davon eine durch Schwangerschaft. Krankheitsfälle kämen noch hinzu. Eine Neueinstellung zum 1. Juli sei weitgehend klar, berichtete Gabriele Heißig von allen zu Wochenbeginn acht Bewerbungsgesprächen, zwei Fehlstellen gebe es weiterhin. Auf Nachfrage von Patrick Gumpricht (SPD) bestätigte die Kita-Leiterin, dass es seitens des am OSZ in Ausbildung befindlichen Erziehernachwuchses Praktika gebe. Eine junge Frau fange jetzt auch im Sommer mit der Arbeit an, obwohl sie mit der Schule noch nicht ganz fertig war. Angeregt wurde von anderen Ausschussmitgliedern, im Ruhestand befindliche Erzieher oder andere Senioren auf ehrenamtlicher Basis mit oder ohne Aufwandsentschädigung zur Unterstützung zu gewinnen. In Einzelfällen laufe das schon, so die Kita-Leiterin. Mit dem Anbau zeigten sich Bürgermeister Reiner Donath und Ausschussvorsitzender Carsten Kopprasch (Linke) optimistisch zu Baubeginn noch 2016. Ein Einzug vor Weihnachten sei aber unrealistisch.
In Zinndorf sollen während der dreiwöchigen Schließzeit im Sommer diverse Arbeiten erfolgen, so der Abriss der Terrasse, der Bau einer Notausgangstreppe und die Installation eines neuen Spielgerätes sowie Reparaturen an der Fassade. Eine Kollegin helfe gerade im Fuchsbau aus, so Sylvia Kubas.
Angela Kunze berichtete, dass in den drei Rehkids-Häusern die schrittweise Erneuerung der Bäder laufe. 48 der 54 Plätze seien derzeit belegt, personell gebe es ab Juni eine MAE-Kraft als Unterstützung, die auch schon früher einmal in der freien Kita im Einsatz war. Wie in Rehfelde, müssten auch in Werder ältere Krippenkinder auf Gruppen der "Großen" verteilt werden. Durch Stilllegung des Busses sei derzeit die Turnhalle schwer erreichbar.