"Das wird noch. Es müssen ja nicht gleich immer 1000 Leute auf einer Stelle sein", kommentierte Bürgermeisterin Elke Stadeler kurz nach der Eröffnung. Da war der Markt noch eher spärlich besetzt. Marina Kohring von den "Fröhlichen Kochlöffelklopfern", die eigens von der Bühne herunterkam, hatte denn auch Mühe, Zuschauer zu einer Polonaise zu bewegen. An den Infoständen, unter anderem vom Pflegetraum oder der Kindernachsorgeklinik, gab es da selten Wartezeiten. Die beiden Schnupperkurse Nordic Walking nutzten etwa ein Dutzend Interessierte, ebenso viele gingen mit der Verkehrswacht auf Radtour. "Wir haben gleich noch ein paar Unfallschwerpunkte mit besprochen", erläuterte Uwe Wähner neben der sportlichen Aktivität einen weiteren Hintergrund.
Die Vertreter vom Krankenhaus registrierten gutes Interesse, vor allem eine Kaffee-Broschüre und Souvenirs waren gefragt. Zudem habe das Bühnengespräch mit Dr. Holger Remde, Chef der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, etliche Zuhörer gehabt. Gleiches galt für die Runde mit der Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Jens Andreas von der Stadt-Apotheke zeigte sich ebenfalls ganz zufrieden und auch Elektromobile bei Schadock wurden gern getestet.
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Am frühen Nachmittag verstärkte sich der Zulauf deutlich. Offenbar sicherten sich manche so gute Plätze für den Auftritt von Regina Thoss um 15 Uhr. So hatte auch die Modenschau von Moses mit Laien-Models eine halbe Stunde zuvor schon guten Zulauf. Ein Paar aus Hohenstein war weniger auf die Sängerin scharf, sondern wollte sich "einfach mal ne Stunde umsehen". Die Seniorin hätte auch ihre Gruppe mitgebracht, aber die Höherbetagten hätten sich wegen einer fehlenden Regenvariante lieber für einen Besuch im Museum entschieden. Für den musikalischen Ausklang sorgte die Musikschule Fröhlich mit einem Akkordeonensemble.
Musikalisch war auch der Festwochen-Mittwoch beendet worden. Die Polizei hatte die Zahl der Besucher, die sich auf dem Markt das Konzert des Heeresmusikkorps Neubrandenburg anhörten, gegen Ende auf 800 nach oben korrigiert. Die Stimmung war prächtig. Zum Schluss wurde zur Udo-Jürgens-Melodie "Griechischer Wein" laut geklatscht und kräftig mitgesungen. Erst nach zwei Zugaben wurden die Musiker unter Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal entlassen. Polizei und Feldgendarmen waren gut postiert, um eventuelle Störungen im Keim zu ersticken. Zwischenfälle blieben aber aus.