SSG-Chef Andreas Gagel, der Gastgeber der Konferenz, sieht das nicht problematisch. Betrachte man die Zeitspanne seit der vorangegangenen Feststellung, liege man mit den 0,5 Prozent genau im Soll, wertete er. „Es wird immer Jahre geben mit größeren Schritten und Jahre mit kleineren.“ Wenn in diesem Jahr die Veränderungen im Heizkraftwerk Mitte in der Hegermühle abgeschlossen seien – dort wird ein weiterer Motor für die Kraft-Wärme-Kopplung installiert –, werde die Zielstellung erreicht sein, zeigte er sich optimistisch.
Noch verbraucht jeder Strausberger statistisch gesehen pro Jahr rund 25 Megawattstunden und bläst sechs Tonnen CO2 in die Luft. Dies wolle man in Zukunft vor allem mit Maßnahmen in den Bereichen Raumwärme (Erneuerung von Heiztechnik, Hüllensanierung und Optimierung des Verbrauchsverhaltens) und Beleuchtung (Energiesparlampen) sowie den Austausch von energiefressenden Elektrogeräten senken, kündigte Meißner an. Zudem wolle man die Energieberatung ausbauen, sogenannte Contracting-Angebote (finanzielle Unterstützung beim Austausch ineffizienter Anlagen) stärken und den eigenen Energiemix verändern. Aus seiner Sicht könnten so bis 2020 Einsparungen von 
14 Prozent erreicht werden.
Das Land werde in Kürze eine neue Richtlinie herausbringen, nach der Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung gefördert werden können, kündigte Carsten Enneper aus dem Wirtschaftsministerium an. Zudem könnten Unternehmen kostenlose Beratungen bei der Energiesparagentur des Landes in Anspruch nehmen und darüber hinausgehende Beratungen gefördert bekommen.
Ulli Arndt von der EWE AG erklärte die Intentionen seines Unternehmens mit dem Elektroauto E3, das zusammen mit dem Fahrzeugbauer Karmann entwickelt wurde. Es gehe nicht um ein flaches oder schnelles Auto, sondern um einen vollwertigen Wagen und dessen Einbindung ins Netz. Denn „wenn alle in einer Straße abends ihr Auto zum Laden anschließen, kann es eng werden“.
Mit besonders viel Beifall wurde der Vortrag des Kieler Klimaexperten Prof. Mojib Latif bedacht. Er stellte klar, dass es bislang keine Pause bei der Erderwärmung und CO2-Ausstoß gebe und nannte die Konsequenzen wie Trinkwasserknappheit, Meeresspiegelanstieg und Zusammenbruch von Nahrungsketten. Zwar sei Deutschland führend, aber es zähle die weltweite CO2-Emission, die weiter steige. Dabei sei längst die Technologie verfügbar, um den Weltenergiebedarf durch regenerative Energien zu decken. Er sah deshalb auch keinen Bedarf für die CO2-Speicherung im Boden. Ein Herangehen wie in Strausberg stimme ihn optimistisch, dass eine Wende erreicht werden könne.
Gagels Fazit war ebenfalls positiv: „Wir wollten eine Folgeveranstaltung in hoher Qualität. Das ist geschafft.“ Er habe großes Interesse verspürt und „viel Motivation“ mitgenommen.