Die Sonne habe ihn so geblendet, entschuldigte Burkhard Miesterfeld die Tatsache, dass er 30-mal zuschlagen musste, bis der lange symbolische letzte Nagel im Dachbalken versenkt war, aber Zimmermann Marc Gremzow hatte dem Amtswehrführer auch eine herausfordernde Aufgabe gestellt. Dabei stellt sich ja die Frage, ob der Amtsbrandmeister oder nicht vielleicht der Vertreter des Amtes Märkische Schweiz, der stellvertretende Ordnungsamtsleiter David Idczak, auf dem Gerüst der Vertreter des Bauherren war, dem diese Aufgabe ja zukommt. Sein Chef, Amtsdirektor Marco Böttche, hatte indes unter den Teilnehmern des Richtfestes am sicheren Boden seine Dankesrede für die Bau- und die Feuerwehrleute gehalten: "Wenn Sie es schaffen, zum Jahresende den Bau fertig zu stellen und umzuziehen, werden sich im neuen Jahr die Bedingungen stark verbessert haben und wir die Jahreshauptversammlung im neuen Schulungsraum abhalten können", sagt er. Er erinnerte daran, dass schon im vergangenen Jahr zahlreiche Einsätze absolviert wurden und die Wehr auch die Brandschutzeinheit des Landkreises unterstütze, die bei Jüterbog den Waldbrand bekämpfe.
"Wir liegen absolut im Plan, die Firmen ziehen prima mit", sagte Bauleiter Gert Oehler vom Neuenhagener Ingenieurbüro Dr. Seidel am Rande des Festes. Den Rohbau hat die Firma Stahnke aus Seelow hingestellt. Dachdeckerei, Zimmerei und Klempnerei erledigt SK Dachbau aus Spremberg. Für den Innenputz ist ATP Putz aus Sevetal zuständig, die fangen nächsten Dienstag schon an. Den Trockenbau stellt die Frankfurter Firma Siering sicher. Marco Böttche erwähnte auch noch die Eggersdorfer Firma Elektro Boss lobend. Reichlich 600 000 Euro seien in Werder zu investieren, davon habe der Innenminister bei der Grundsteinlegung 305 000 Euro an Fördermitteln beigesteuert.
Ortswehrführer Marc Witt freut sich auf den Neubau, dessen Schulungsraum auch vom Ortsbeirat genutzt werden wird. Im Juli kommt ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit 900-Liter-Tank, das dann dort auch seine Halle hat: "Außerdem gibt es schöne Umkleideräume und drei Toiletten einschließlich Behinderten-WC." Das alte Spritzenhaus muss abgerissen werden, um Platz für die Parkflächen der he­raneilenden Kameraden zu schaffen. Bauleiter Gert Oehlker hat noch jede Menge Arbeit vor der Brust, aber mit Blick auf den Einsatz der beteiligten Firmen zeigt er sich zuversichtlich.

Kommunales Infrastrukturprogramm


Das Gerätehaus Werder wird aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm - Feuerwehrinfrastruktur zu 55 Prozent gefördert. Antragsberechtigt sind die Träger des örtlichen Brandschutzes und der örtlichen Hilfeleistung, die nicht bereits andere Fördermittel des Landes Brandenburg oder anderer Institutionen für denselben Zweck erhalten. Derzeit sind allerdings keine neuen Anträge möglich. js