„Ach übrigens: Acht Wohnungen sind noch zu haben“, merkte der Geschäftsführer der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft Mathias Wegner-Repke beim Richtfest für das neue Wohnhaus  in der Lindenpromenade eher beiläufig an und beamte die Wohnungsgrößen und Namen und Telefonnummern der Ansprechpartnerinnen an die Leinwand. Eine Zwei-Raum-Wohnung, fünf Drei- und zwei Vier-Raum-Wohnungen zwischen 60 und 100 Quadratmetern, alle mit Fußbodenheizungen, Balkon oder Terrasse, ab drei Räume mit Gäste-WC oder gar Gästebad – das wird nicht lange dauern, dann sind die 29 neuen Heime für Einheimische und Zugezogene vergeben. Im August/September sollen sie bezogen werden. Und dann soll auch schon das Umfeld gestaltet sein, denn im Anschluss würden die Balkone und Fassaden der Nummern 10 und 11 saniert, 2019 folgen die Nummern 12 und 13. „Und 2020 will ja die Stadt die Straße bauen, dann ist alles perfekt“, sagte Mathias Wegner- Repke schmunzelnd zu Bürgermeisterin Elke Stadeler gewandt. Die machte einen überraschten Eindruck. „Auf alle Fälle bin ich tief beeindruckt, was hier in den letzten neun Monaten entstanden ist. Dafür danke ich allen Bauarbeitern, die offensichtlich ihr Handwerk verstehen und unfallfrei und im Kostenrahmen bauen“, sagte sie in ihrem Grußwort.
An der Stirnseite der Nummer 13 wird ein kleines Blockheizkraftwerk gebaut, das im Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung die Wärme für den SWG-Kiez produziert und den Strom in ein autarkes Netz einspeist: „So können die Mieter sogar günstigeren Strom als aus dem Stromnetz des Versorgers beziehen. Wir nennen ihn Lindenstrom aus der Lindenpromenade“, verkündete Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Gagel. Laufe das Pilotprojekt erfolgreich, wolle er es andernorts kopieren. Es besteht aber kein Anschlusszwang, jeder kann seinen Anbieter frei wählen.