Nur ein halbes Jahr hat es gedauert von der Grundsteinlegung bis zum Rohbau mit fertigem Dach", lobte Neuenhagens Bürgermeister Ansgar Scharnke beim Richtfest des Erweiterungsbaus der Goethe-Grundschule am Donnerstag den Fleiß der Arbeiter. Beim traditionellen Nageleinschlagen offenbarte Ansgar Scharnke zwar noch Übungsbedarf, aber dazu wird er bei der Vielzahl der Gemeindeprojekte in nächster Zeit noch ausgiebig Möglichkeit bekommen.
"Natürlich macht so ein Anbau auch Krach, es ist auch viel Schmutz und es gibt viele Einschränkungen, aber wir wissen ja auch, wofür das ist", sagte Schulleiterin Karen Hübner. In die Planung wurde die Schule von Beginn an mit einbezogen. "Es gab da immer wieder Abstimmungen. Wenn alles so wird wie geplant, dann sind wir rundum zufrieden", sagte Karen Hübner.
Durchdachtes Konzept
Im Erweiterungsbau werden vier Klassenräume und zwei Fachräume entstehen. Dazu kommen Sanitäranlagen sowie Räume für Lehrer und Sozialarbeiter. Ein Fachraum wird für den naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt, der andere ist als Kunstfachraum gedacht. Einziehen werden voraussichtlich ab dem nächsten Schuljahr drei sechste sowie zwei fünfte Klassen. "Deshalb werden wir einen Fachraum vorerst als Klassenraum nutzen müssen. Wenn der neue Schulcampus am Gruscheweg fertig ist, dann entspannt sich die Lage und wir können den Anbau wie vorgesehen, also mit zwei Fachräumen, komplett nutzen", erklärte Karen Hübner.
Vieles spricht dafür, dass sich alle am Bau Beteiligten sehr genau mit den Bedürfnissen und Gegebenheiten der Schule auseinander gesetzt haben. Fast schon als kleines Rathaus, also mit Schwung an den Altbau angeschlossen, kommt der Anbau daher. "So bleibt der Denkmalcharakter des Altbaus bestehen, eher unauffällig im Hintergrund wirkt dabei der Neubau",   erklärte Dirk Wenzel, zuständig in der Gemeindeverwaltung für Hochbau. Dabei wurden verschiedene Varianten des Anbaus im Vorfeld betrachtet, die aktuelle als bestmögliche umgesetzt. Den Alt- und den Anbau verbindet das Treppenhaus, das auch vom Souterrain bis zum Obergeschoss mit einem Fahrstuhl ausgestattet ist. Vor die Betonwände mit großzügigen Aussparungen kommt eine Glasfront. Darin wird auch der Haupteingang der Schule integriert, der Vorplatz wird als Eingangsbereich mit Fahrradabstellmöglichkeiten gestaltet.
Da für den Erweiterungsbau auch umfangreiche Erdarbeiten für die Entwässerung notwendig sind, wird derzeit ordentlich auf dem Schulhof Erde bewegt. "Klar ist das Krach, der auch mal stört, aber dafür bekommen wir einen attraktiven Schulhof zurück", sagte Karen Hübner mit unverwüstlichem Optimismus. Auf alle Fälle feiert  man im Sommer Einweihung, da ist sie sich sicher, "nur der genaue Termin ist noch nicht festgelegt", fügte sie lachend hinzu.