Eines der am häufigsten benannten Hindernisse bei der Verbreitung der E-Mobilität in der Vergangenheit war bisher das unzureichende Netz an verlässlichen Ladepunkten für E-Fahrzeuge. Auch Rehfelde will in diesem Bereich nun etwas tun.
Es war Michael Henschke, selbst langjähriger Gemeindevertreter und beruflich Betreiber der örtlichen Tankstelle, der gewissermaßen den Stein ins Rollen brachte. Da er betrieblich ohnehin in den kommenden Monatenn eine Elektro-Ladesäule errichten will, hat sich der Gewerbetreibende in Absprache mit Klimaschutzmanager René Tettenborn erboten, gleich noch eine Zweite für die Kommune zu installieren. Die soll ihren Platz am Parkplatz Poststraße haben.
Der wichtigste Reiz dieser Variante liegt darin, dass Henschke als Privater die Möglichkeit auf bis zu 80 Prozent Fördermittel hat. Die Gemeinde könnte zwar auch Unterstützung beantragen, die läge dann aber im Anteil nur bei maximal 40 oder 50 Prozent, wie Tettenborn in der Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses am Mittwochabend erklärte.
Nach Ablauf der fünfjährigen Förderung, merkte Henschke an, gehe diese zweite Säule dann in das Eigentum der Gemeinde über. Diese wäre auch für die Verlegung des Kabels und die Stromkosten zuständig.
Die Offerte kam im Ausschuss insgesamt gut an, wurde von allen Rednern begrüßt. Carsten Kopprasch (Linke) regte an, generell für die Gemeinde ein Konzept für E-Mobilität zu entwickeln. Zumindest für die nächsten fünf oder zehn Jahre, sagte Tettenborn auf eine entsprechende Nachfrage, würden für Rehfelde die zwei Ladestationen (oder eine dritte Säule, die man unkompliziert mit an die Kommunale anschließen könne) zunächst ausreichen: "Viele wohnen hier in Einfamilienhäusern, wo sie die Autos zu Hause laden können."
Für die Testphase kostenlos
Ohnehin müsse man generell erst einmal sehen, wie intensiv das Angebot genutzt werde. In Abwandlung der ursprünglichen Beschlussvorlage empfiehlt der Fachausschuss für die Beschlussfassung durch die Gemeindevertreter eine Testphase von einem Jahr, in der das Laden zunächst kostenlos möglich sein werde.
Das will übrigens Henschke an seiner Tankstelle ebenso halten. Danach solle Bilanz gezogen und neu geprüft werden, ob man künftig dann ein Betreibermodell wolle, das Zusatzkosten verursacht.