Gastgeber Andreas Gagel, Geschäftsführer der Stadtwerke, appellierte schon zur Eröffnung an das Publikum, "tapfer" zu sein, was das Wetter angeht. Vorsichtshalber waren auf dem Gelände des städtischen Energieversorgers an der Kastanienallee neben den 700 Freiplätzen auch 400 in Zelten aufgebaut. Und die wurden auch gebraucht, als es am späten Nachmittag etwa 15 Minuten richtig schüttete. Wer einen überdachten Platz finden konnte, suchte da Unterschlupf, andere das Weite. Und das Salon Orchester Berlin musste seinen Auftritt abbrechen. "Wassermusik statt Kaffeehausmusik", kommentierten Besucher treffend. Andere fühlten mit den Gastgebern: "Schade. Steckt doch so viel Vorbereitung drin."
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Zum Auftakt mit singenden Schülern der Grundschule am Wäldchen, tanzenden Kita-Kindern aus der Kolibri-Schule und dem Tanztheater des KSC hatte noch die Sonne gelacht. Auch als Bürgermeisterin Elke Stadeler zur Eröffnung die städtischen Unternehmen für die in Strausberg erreichte "tolle Qualität" lobte und den Stadtverordneten von Anfang der 1990er für die "mutige Entscheidung" dankte, die Gesellschaften zu gründen. Die hoffen, so SWG-Chef Hartmut Ehrlich, auf weitere Treue der Mieter und Kunden und wollen "alles tun, dass es Ihnen gefällt", versicherte der Geschäftsführer. KSC-Präsident Thomas Beutler nutzte die Gelegenheit, den Firmen öffentlich für die langjährige Unterstützung des Vereins zu danken. Dessen Fanfarenzug dankte später - nach dem Platzregen - musikalisch. Da gab es durchaus noch Gäste, die das Ensemble noch nie live erlebt hatten.
Den musikalischen Abend leiteten Schlagersängerin Linda Hesse und ihre Band ein. Sie schafften es zwar nicht, alle unter den schützenden Dächern vor die Bühne zu locken, aber die, die dort waren, hatten sichtlich Spaß. Schlagerfan Bianca Heise aus Wesendahl, mit einer Gruppe junger Damen gekommen, fand es sogar besser als beim Helene-Fischer-Konzert im Olympiastadion: "Da war man so weit weg, konnte nur auf der Videowand was erkennen." Zudem hätte der blonde Top-Star wohl kaum zwei Mädchen aus dem Publikum zum Mitsingen auf die Bühne geholt. Letztlich wurde die Sängerin nicht ohne Zugabe auf den Weg zum Fernsehpreis Goldene Henne in Berlin gelassen. Und musste neben der Bühne noch Autogramme geben und Fans drücken.
Überaus temperamentvoll wurde es auf der Bühne bei der Brazil Energia Show. Die drei Damen und ein Herr verbreiteten trotz Kälte südamerikanisches Flair. Eine tolle Einstimmung auf die Verlosung der Hauptpreise der Tombola: Tablet-PCs und ein Laptop-Computer. Zuvor waren schon Gutscheine für Rundflüge, Schiffstouren auf dem Straussee, Einkäufe und Restaurantbesuche unter die Leute gebracht worden. Und für jüngere Besucher ein Fahrrad, Sportgeräte, Kino- und Bad-Gutscheine und vieles mehr.
Für die jüngeren Gäste hatte es auch eine Reihe von Betätigungsmöglichkeiten gegeben, so Aqua-Bälle, Eis-Meißeln, Hüpflandschaft und Bungee-Jumping. Alle Altersgruppen konnten das Fest bei der Feuerwehr aus dem Skylift-Korb von oben betrachten. Und die Polizei bot Fahrradcodierung an. Zur abschließenden Lasershow, einer überarbeiteten Version der Vorführung zur 775-Jahr-Feier, war es dann lange nicht mehr so vollwie nachmittags.
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