Bürgermeister Jürgen Henze (parteilos) hatte zuvor in deutlichen Worten daran erinnert, dass die Gemeinde 1995/96 extra Fördermittel beantragt hatte, um die Badeanstalt so umzubauen, dass sie auch für diesen Unterricht geeignet ist. Er traue den Grundschulen so viel Flexibilität zu, dass sie auch auf weniger geeignete Witterung reagieren und den Unterricht verschieben.
Marianne Hitzges (SPD), Georg Stockburger (B 90/Grüne) und auch die Linken um Sven Kindervater hatten zuvor gemeinsam den Antrag eingebracht, dass die Schulen künftig die Wahl haben zwischen Freibad und Schwimmhalle. "Die Debatte darum hat vor mehr als einem Jahr begonnen und es ist Zeit, dass wir sie endlich zu Ende bringen. Das Freibad hat selten die empfohlene Wassertemperatur von 24 Grad Celsius", argumentierte Marianne Hitzges. Ziel von Politik solle immer sein, dass es den Kindern besser gehe als der vorherigen Generation. Georg Stockburger brachte den Vorschlag ein, dass nach einem Jahr geprüft werde, wie das Angebot angenommen wurde. "Es geht heute nur darum, es ein Jahr lang mal auszuprobieren", pflichtete ihm Sven Kindervater bei.
Es entspann sich eine Debatte um mögliche Grippewellen, die allerdings nach diesem Unterricht in der Gemeinde nicht beobachtet wurden, und um Vorschriften zur Wassertemperatur, die es aber nicht gebe.
Ein Sportlehrer der Grundschule Am Schwanenteich und Gemeindevertreter Ansgar Scharnke (WG Die Parteilosen) als Vater berichteten, dass den Kindern der Schwimmunterricht im Freibad Spaß mache und es zwischen den Wasserausflügen immer wieder Aufwärmphasen im Freien gebe. Im Endeffekt stimmten 13 Gemeindevertreter für die Wahlmöglichkeit, in die Schwimmhalle auszuweichen, elf waren gegen die Ausgabe von maximal 54 000 Euro, wie es in der Vorlage beziffert wurde, und zwei enthielten sich.