Rehfelde. Es ist schon einige Jahre her, seit die Rehfelder Schule ihre Oberstufe verloren hat und seitdem nur noch den Grundschulklassen als Lernort dient. Doch die Gemeinde hat in jüngerer Vergangenheit umfangreichen Bevölkerungszuwachs erlebt. 5150 Einwohner waren es laut aktuellsten Daten im Januar, mehr als anderthalb mal so viel wie die etwa 3000 Mitte der 1990er-Jahre. 2025 könnte die Zahl auf 6300, bis 2030 auf rund 7000 steigen, so die Prognosen. Die Grundschule hat derzeit 236 Schüler, 274 werden es im Schuljahr 2020/21 sein, bis 2030 sind um die 320 zu erwarten.
Mittelfristig wolle man gern wieder eine Sekundarstufe haben, ist man sich in der Gemeinde einig. „Wir träumen aber nicht davon, dass das schon übermorgen umsetzbar ist“, schränkt Bürgermeister Reiner Donath ein. Wichtig sei, etwa in den kommenden zwei Jahren die Vorarbeiten auf den Weg zu bringen – insbesondere das neue Hortgebäude. Absehbar fehlten schon im Schuljahr 2018/19 zwei Klassenräume, wenn die nunmehr fünfte Flex-Klasse eingerichtet wird.
„Das Raumproblem, gerade bei unserem Komplettangebot mit Flex, Ganztagsbetreuung und Hort, kann nur mit einem Neubau gelöst werden“, ist sich Donath fraktionsübergreifend mit allen über die Richtung einig. In diesem Zusammenhang müsse man sich aber auch Gedanken über die Wärmeversorgung, wohl in Kopplung mit den Wohnblöcken gegenüber, machen. Im Schulentwicklungsplan des Kreises ist die Sekundarstufe noch nicht vorgesehen. Dafür müsste Rehfelde abseits baulicher Maßnahmen gesichert über mindestens 40 Abgänger der 6. Klassen verfügen. Momentan sind es 31.