Bereits zum zweiten Mal kommen Jeffrey Korth und seine Crew nach Strausberg – auf das Gelände des Handelscentrums. Die Korths sind bereits in der vierten Generation Stuntleute. Angefangen hat alles mit Jeffrey Korths Großvater, als dieser das erste Mal in den Vereinigten Staaten eine Motorshow gesehen hatte. Zurück in Deutschland kaufte er sich die ersten Fahrzeuge und steckte seine Familie mit der Liebe zu Motor-Stunts an. Mittlerweile ist bereits Jeffreys Sohn Anthony ebenfalls Stuntfahrer.
„Er möchte die Weltrekorde seines Vaters übertreffen“, sagt Jana Korth. Jeffrey Korth hält mehrere Guinness-Weltrekorde, einen davon im Slalomfahren mit dem Auto auf zwei Rädern. Außerdem hatte er schon Auftritte im „ZDF-Fernsehgarten“ und bei „Wetten, dass?“. Für eine Show war er auf Einladung sogar in Shanghai.
Monstertrucks in Strausberg: Zum Reifenwechsel wird ein Gabelstapler gebraucht.
Monstertrucks in Strausberg: Zum Reifenwechsel wird ein Gabelstapler gebraucht.
© Foto: Justin Hakenes
In der Show am Sonntag in Strausberg werden verschiedene Stunts gezeigt: mit einem Auto und einem Lkw auf nur zwei Rädern fahren, 900 PS starke Monstertrucks, die ungefähr drei Meter hoch sind, und vieles mehr. Der eigentliche Höhepunkt der Show ist laut den Korths der Death-Jump, also mit einem Auto 35 Meter in die Tiefe fallen. Diese Nummer muss in Strausberg ausfallen, da es auf dem Gelände keinen Ort zum Aufstellen des Krans gibt. Dennoch wird es bei den anderen waghalsigen Stunts vermutlich für jeden etwas zu sehen geben.
Aber wie wird man überhaupt Stuntfahrer? Laut Jana Korth kann in dem Team mit der Ausbildung begonnen werden. Dabei wird eine Saison mitgefahren und währenddessen verschiedene Fahrsicherheitstrainings absolviert, bis man bereit ist, an den Stunts teilzunehmen. In diesem Jahr haben sie coronabedingt einen Auszubildenden und fürs nächste Jahr haben sich bereits zwei Personen aus Eberswalde beworben.
„Jeder hat dabei seine Stärken und Schwächen, manche sind gut in den filigranen Stunts, wie auf zwei Rädern mit dem Auto zu fahren, andere wiederum haben ihre Stärken in brachialen Stunts“, sagt Jana Korth.

Mann muss einen kühlen Kopf bewahren

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Stunt-Fahrer ist laut Korth ein großes Durchhaltevermögen, weil Verletzungen keine Seltenheit sind. Dabei stellt sich die Frage, wie die Freunde und Familien der Stuntleute dazu stehen. In der Familie Korth ist das kein Problem, da fast jeder von ihnen beim Geschäft mitmacht. Bei den anderen Mitgliedern der Crew ist gleichermaßen die Unterstützung der Familie gegeben, weil es für viele einfach ihr Traumberuf ist, sagt Korth.
Eine weitere wichtige Voraussetzung ist es, stets einen kühlen Kopf zu bewahren. Auf die Frage, wie es sich anfühlt, 35 Meter über dem Boden zu hängen, antwortete der Stunt-Fahrer David Nicoletti nur: „Es ist wie auf der Arbeit, ganz normal. Man sollte keine Angst haben, sondern Respekt vor der Gefahr.“
Info: Die Shows am 18. und 25. September beginnen um 11 Uhr. Der Eintritt kostet 17 Euro für Kinder und 22 Euro für Erwachsene. Tickets sind online unter https://jeffreykorthmotorshow.com/ oder 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse erhältlich.