Zuerst einmal nutzen die beiden Projektleiter Birgit Frankenberg und Robert Semmler die Chance, ihre Berlin läuft! GmbH vor Vertretern von Unternehmen, Einrichtungen und Medien vorzustellen. 2007 gegründet, organisiert die GmbH seither in Berlin alljährlich mehrere Volksläufe und sogenannte Eliteläufe. Insgesamt rund 40 000 Teilnehmer würden daran jedes Jahr teilnehmen.
2015 kommt nun im Rahmen der Festwoche zum 775. Stadtjubiläum der 1. Strausberg-Marathon dazu, für den Berlin hilft! als Dienstleister von Strausberg auftritt. Bislang haben sich gut 400 Teilnehmer für die 42,195 Kilometer lange Strecke angemeldet. In Anlehnung an das Jubiläum ist die Grenze bei 775 festgelegt worden. An die 500 Helfer werden im Einsatz sein. "Wir werden jede Kurve bestücken", erklärte Robert Semmler, der ausführlich den Streckenverlauf erläuterte. Demnach wird der Pulk vom Start am Strausberger Platz um 8 Uhr über die B 1/5 bis Hoppegarten laufen. Dort wird bei Hellweg nach links ins Gewerbegebiet abgebogen. Die Strecke führt anschließend weiter über Dahlwitz-Hoppegarten nach Neuenhagen. Am dortigen Umspannwerk startet um 10.30 Uhr der neu ins Programm aufgenommene Halbmarathon. Geschäftsführer Andreas Gagel, dessen Stadtwerke im Auftrag der Stadt Vertragspartner der Berlin läuft! GmbH sind, verwies auf das genehmigte Fünf-Stunden-Fenster für den Marathon, das für Amateurläufer doch etwas knapp sein könnte. Daher habe man sich für dieses Zusatzangebot entschlossen.
Die Marathonläufer werden ihren Weg derweil von Neuenhagen über Altlandsberg nach Eggersdorf auf dem Radweg fortsetzen. In Strausberg geht es am Handelscentrum vorbei, wo die Teilnehmer am 7,5 Kilometer-Lauf an den Start gehen werden. Das Mindestalter wurde auf zehn Jahre festgelegt. Gemeinsames Ziel ist dann auf dem Flugplatzgelände, wo Tausende Besucher die Läufer empfangen werden.
Wer jünger als zehn und mindestens vier Jahre alt ist, für den gibt es den Kinderlauf. Gegen 13 Uhr werden die Teilnehmer auf dem Flugplatz die 775 Meter lange Strecke in Angriff nehmen.
Andreas Gagel macht kein Hehl daraus, dass die Finanzierung nicht ganz risikofrei ist. Schließlich gehe es um eine Summe "im sechsstelligen Bereich". Die sei für eine Großveranstaltung dieser Art keinesfalls zu groß bemessen, erklärte dazu Robert Semmler und verwies auf die vielen Helfer, die kostenpflichtigen Genehmigungen, die Absperrungen, die langen Transportwege und die Zeitnahme.
Bislang habe die Stadt noch keine Mittel zur Verfügung gestellt versicherte Andreas Gagel, was Pressesprecherin Lisa Kühne bestätigte. Beide sprechen von einem "Selbstläufer". Ein Großteil der erforderlichen Mittel soll durch die Startgebühr refinanziert werden. Mit 77,50 Euro für den Marathon klingt auch da das Stadtjubiläum an. Aber das reicht eben nicht.
Gastgeber Andreas Gagel bezifferte auf der von den Stadtwerken einmal mehr perfekt organisierten Veranstaltung den Fehlbetrag auf derzeit rund 50 000 Euro. Um hier Abhilfe zu schaffen, sollen Sponsoren ins Boot geholt werden. Je nach finanziellem Engagement werden ihnen entsprechende Werbemöglichkeiten eingeräumt. "Wir hoffen da in den kommenden Wochen auf große Unterstützung der regionalen Wirtschaft", betonte Gagel und kündigte für den 25. März, 19 Uhr, in den Stadtwerken eine weitere Werbeveranstaltung für Sponsoren an. Doppelolympiasieger Waldemar Cierpinski habe da auch sein Kommen zugesagt. Der Ausnahme-Marathonläufer werde am 28. Juni zudem als Ehrengast bei der Siegerehrung dabei sein.
Anmeldung für die Läufe im Internet unter www.berlin-laeuft.de/Strausberg-Marathonanmeldung.html