Vier Themengruppen geplant
Bei der Präsentation des Gutachtens vor Stadtverordneten in der vergangenen Woche sei allen bewusst geworden, "dass das Thema sehr komplex ist", sagte Frank Weber im Ausschuss. "Ich glaube, niemand von uns hier im Raum durchdringt es richtig." Die Frage sei daher gewesen, was getan werden könne, um die Ergebnisse des Gutachtens doch so effektiv wie möglich auf- und abzuarbeiten. Deren Komplexität mache es zwingend erforderlich, arbeitsteilig vorzugehen und verschiedene Aspekte parallel zu bearbeiten. "Wir wollen ein Gremium schaffen, was der Verwaltung zuarbeitet", sagte er. Ziel sei, bis Ende Juni "das Fundament für die Arbeitsfähigkeit gegossen zu haben". Danach herrsche wegen der Sommerpause ja erst mal Ruhe.
Die Taskforce besteht aus vier Themengruppen mit verschiedenen Schwerpunkten und jeweils einem Verantwortlichen. Gruppe 1 beschäftigt sich damit, wie der Wasserstand des Sees erhöht werden kann – Stichwort Fremdwasserzuführung. Sie wird von Frank Weber (Fraktion UfW/Pro ­Strausberg) geleitet. Gruppe 2 prüft unter dem Vorsitz von Angela Friesse (SPD-Fraktion) Möglichkeiten, wie das in Münchehofe gereinigte Abwasser wieder in die Straussee-Region zurückgeführt werden kann. Diesem Team gehören außerdem Daniel Krebs (Zusammen für Strausberg) und Carsten Wenzel (Linke) an. In Gruppe 3 geht es um die Themen Trinkwasserverbrauch und Fördermengen sowie Lösungsansätze zu deren Reduzierung. Sie wird von Jenny Stiebitz (Linke) geleitet, außerdem boten Kurt Zirwes (CDU-Fraktion) und Sonja Zeymer (UfW/Pro Strausberg) ihre Mitarbeit an. Gruppe vier wird von Heinz-Dieter Gransee, Fachbereichsleiter technische Dienste der Stadt, geleitet, mit dabei ist Ausschussvorsitzender Matthias Michel (Zusammen für Strausberg). Sie kümmert sich um die Koordination aller Teams, Bündelungen ihrer Themen und Abstimmungen mit Kreis, Land und Wasserverband.
In den nächsten Tagen sollen durch die Teamleiter weitere Mitglieder gewonnen werden: Verwaltungsmitarbeiter, sach- und fachkundige Bürger, Spezialisten, Vertreter von Strausberger Unternehmen und Institutionen etc. Der Stadtverordnetenversammlung soll die Taskforce am 25. Juni vorgestellt werden, erste Zwischenberichte ihrer Arbeit sind im August und September geplant. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die Taskforce ein geeignetes Instrument sei zur Lösung der vielen Straussee-Problemlagen. Andreas Fuchs (CDU) wies aber darauf hin, dass hier "ganz dicke Bretter zu bohren sind. Das dauert Monate und Jahre. Über die Maßnahmen entscheidet letztlich das zuständige Ministerium – und selbst, wenn es sagt, das machen wir, dann gibt es ein Planfeststellungsverfahren." Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte, Hauptaufgabe der Verwaltung sei die Prüfung gesetzlicher Vorgaben. "Lösungen, die nicht genehmigungsfähig sind, müssen wir nicht verfolgen."