Wenn Ulrich Steiner über den Sportförderverein spricht, dann ist er schon ein wenig stolz auf das Geleistete. Die Gründung sei vor 15 Jahren mit dem Ziel erfolgt, über die Sportvereine den Sport in der Stadt zu fördern. Zudem sei die Kinder- und Jugendarbeit finanziell unterstützt worden. Schließlich lagen dem Verein auch überregionale Veranstaltungen am Herzen. Steiner nannte den Strausseelauf und das Strausseeschwimmen.
Im Sportförderverein sind 28 Vereine mit insgesamt rund 3300 Mitgliedern organisiert. Zudem gab es immer ein Einzelmitglied. Bis zu seiner Abwahl war das anfangs Bürgermeister Hans Peter Thierfeld, später Stadtwerkechef Andreas Gagel.
Die ausgereichten Fördermittel waren vorher praktisch über die Beiträge in die Vereinskasse gekommen. "Als eingetragener gemeinnütziger Verein haben wir die Ausschüttung nach Vereinsrecht vorgenommen", erläutert Steiner und spricht von "geringen Rücklagen".
Im Laufe der Jahre ist eine ganze Menge an Förderung zusammengekommen. "Bis Ende Dezember werden wir in den 15 Jahren 226 000 Euro bewegt haben", hat Steiner addiert. Ab Gründungsjahr 2002 seien das pro Vereinsmitglied sechs Euro Jahresbeitrag gewesen, also knapp 20 000 Euro pro Jahr. Nach der Einführung der Entgeltverordnung für die Nutzung von Schulsporthallen im Jahre 2014 reduzierte der Förderverein den Jahresbeitrag pro Mitglied auf zwei Euro.
Zugleich stellte sich in dem Zusammenhang die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Sportfördervereins. Schließlich bildete die Mitgliedschaft im Sportförderverein die Grundlage für die kostenlose Nutzung der kommunalen und kreislichen Sportstätten, wie Steiner erläuterte. Mit anderen Worten, der Förderverein habe praktisch seine Daseinsberechtigung verloren.
Vorher hatte der Verein noch einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass Strausberg 2011 mit dem Titel "Sportlichste Stadt Brandenburgs" ausgezeichnet worden war. Die damit verbundenen 5000 Euro sollten dem Sport zugute kommen. 4000 Euro flossen in konkrete Projekte von Sportvereinen. Die restlichen 1000 Euro sollten ursprünglich an das Sportmuseum gehen. Da das auf Grund des ungeklärten Rechtsstatus nicht möglich war, wurden die Mittel für die Kinder- und Jugendförderung verwendet.
Das Sportmuseum nennt Ulrich Steiner denn auch als einen Wermutstropfen in der Vereinsgeschichte. Der Zweite ist der gescheiterte Versuch, einen Stadttriathlon zu installieren.

Zahlen und Fakten

¦ Im Sportförderverein sind 28 Vereine mit insgesamt rund 3300 Mitgliedern organisiert. ¦ In den 15 Jahren seiner Existenz hat der Verein insgesamt rund 226 000 Euro an Fördermitteln ausgeschüttet. ¦ Der Verein hat maßgeblichen Anteil daran, dass Strausberg 2011 den Titel "Sportlichste Stadt Brandenburgs" erhielt.¦ Sportmuseum und Stadttriathlon bleiben offene Punkte.