Beibehalten hat der Club hingegen sein Engagement für wohltätige Zwecke. Im Jubiläumsjahr werden rund 10 000 Euro ausgereicht. 2500 wurden Anfang dieser Woche an das Diakonie-Hospiz in Woltersdorf übergeben, in dem schwer kranke Menschen aus Märkisch-Oderland und Oder-Spree in der letzten Phase ihres Lebens palliativmedizinisch versorgt sowie psychosozial und spirituell begleitet werden und Angehörige Trauerbegleitung erhalten. Das Haus mit 14 Plätzen, das im November 2019 eröffnet wurde, wird getragen von der Diakonie-Hospiz Wannsee GmbH, der Evangelischen Krankenhaus "Gottesfriede" Woltersdorf GmbH und der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH. Der Großteil der Kosten wird über die Kassen abgedeckt, aber etwa fünf Prozent sind durch Spenden aufzubringen. Durch Corona sei die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung derzeit geringer, begründete Kampmann die Auswahl der Einrichtung. Zum einen sei deren Arbeit durch Besuchsbeschränkungen weniger erlebbar, zum anderen hätten viele geringere Einkünfte.
In den Genuss von Zuwendungen in gleicher Höhe kommen nach Auskunft des Präsidenten auch die Kreismusikschule und die Musikschule Hugo Distler. Erstere wolle mit dem Geld ein online-Konzert organisieren, ein deutsch-polnisches Projekt. Er hoffe, das Konzert noch in diesem Jahr erleben zu können, sagte Kampmann.  Bei Hugo Distler soll die Summe nach seinen Angaben in die musikalische Früherziehung für Mädchen und Jungen im Kita-Alter fließen. Man hoffe, so coronabedingte Kündigungen auffangen zu können. Und schließlich gibt es noch Geld für das Schlossgut, insbesondere für Bänke und Stühle.
Seit seiner Gründung am 10. April 1995 engagiert sich der Lions Club Altlandsberg für wohltätige Zwecke in der Region und darüber hinaus. Unterstützt wurden unter anderem die Stadtschule Altlandsberg, der Internationale Bund, das Einstein-Gymnasium und die Förderschule Neuenhagen, der Rote Hof in Strausberg, das Frauenhaus, das Gutshaus, Seniorenaktivitäten, die Restaurierung des Gedenksteins für im Krieg Gefallene ... Vielfältige Hilfen gab es darüber hinaus für Indien, zum Beispiel nach der Tsunami-Katastrophe 2004. Schließlich waren mit dem Arzt und langjährigen ehrenamtlichen Bürgermeister Ravindra Gujjula, der im Frühjahr 1995 mit Klaus Jürgen Jahn die Idee hatte, den Club aus der Taufe zu heben, sowie Pradeep Datta zwei Männer mit indischen Wurzeln unter den Gründungsmitgliedern. Gründungspräsident war der langjährige Altlandsberger Amtsdirektor und  spätere Bürgermeister Manfred Andruleit.
Jugendaustausch mit Spuren
Die Indien-Kontakte hebt  der amtierende Präsident neben Benefiz-Golf-Turnieren und Veranstaltungen auch besonders hervor. Im Umfeld von Reisen in das Land habe es stets große Spendenbereitschaft der hiesigen Bevölkerung gegeben, so dass mit den Geldern "viel zu bewegen" gewesen sei. Zudem hätten Jugendliche durch Austausch die Situation dort erleben können und ihre Einstellungen  verändert. "Das hat Spuren hinterlassen", ist Kampmann überzeugt.
Und er hebt hervor, dass sich über die Jahre ein Freundeskreis entwickelt habe. Auch andere Mitglieder loben die gemeinsamen Aktivitäten mit "interessanten und angenehmen Zeitgenossen". In der Gemeinschaft Gutes zu erreichen, passe zu seinem Motto "Was man kann, muss man tun", sagt der Strausberger. Trotz jetziger Einschnitte wolle man in der Beziehung aktiv bleiben.