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Anne stand vor der großen Bühne auf der Karl-Liebknecht-Straße. Die fünfjährige Strausbergerin war schon etwas aufgeregt und meldete sich, als Carmen Hatschi wissen wollte, wer von den Kindern Angst vor Spinnen hatte. Als ihre Mutter fragte, ob sie noch etwas bleiben wolle, nickte sie heftig. Ein paar Meter entfernt stand Werner Rudolf. Der Rehfelder hatte seine Enkelin Meike auf den Schultern.
Das Nachmittagsprogramm war wieder auf Kinder zugeschnitten. Carmen Hatschi und Clown Widu zogen die kleinen Besucher in ihren Bann und machten eifrig mit.
Zwischen Karl-Liebknecht-Straße und "Seegasthof" waren eine Hüpfburg und eine Riesenrutsche aufgebaut. Nicht weit entfernt konnten die Kinder oder ihre Eltern verschiedene Spiele ausprobieren. Der sechsjährige Hagen versuchte es mit Rasenhockey. "Ganz schön schwer", räumte er bei seinen Versuchen, den Ball mit der Kelle richtig zu treffen, ein. Andere stellten sich bei SWG und Stadtwerken an, um sich schminken zu lassen. Auch das Netzwerk "Gesunde Kinder", die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg und die Märkische Oderzeitung waren mit eigenen Ständen und verschiedenen Offerten gekommen.
Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Dabei wurden die verschiedenen Knoblauchbaquettes ebenso nachgefragt wie Bratwurst oder Wildschwein.
Nach Bühnenprogramm für Kinder richteten sich die kulturellen Angebote mehr an die Erwachsenen. Dazu traten das Tanztheater Strausberg und Mitglieder der Kreismusikschule Märkisch-Oderland auf der Bühne auf. Später dann auch die Sängerin und Violinistin Jenny van der Wall aus Berlin. Gaukelei und Feuershow ergänzten das Angebot auf dem nunmehr dritten Fest an der Fähre, die wiederum kostenlos genutzt werden konnte. "Ich bin schon zweimal rübergefahren", gab ein älterer Herr, der seinen Namen nicht nennen wollte, ganz ehrlich zu. Veranstaltet hatten das Fest wiederum die Strausberger Eisenbahn und die Sparkasse Märkisch-Oderland.
Am Abend dann ging es im nahen Innenhof der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse weiter. Dort ließ eine Abba-Revival Band die altbekannten Hits der einstigen schwedischen Erfolgsgruppe aufleben, wobei nicht wenige Besucher an alte Zeiten erinnert wurden und gerne mitsangen.