Die Stadt will der Fabrikneu events GbR 10 000 Euro Zuschuss für die Drachenbootfesttage am Straussee Ende Juni/Anfang Juli zahlen. Die Veranstaltung soll aufgewertet werden und noch mehr Publikum anziehen.
Viel wolle man gegenüber der Praxis des bisherigen Veranstalters Christian Schlatter nicht verändern, erklärte Oliver Haller von Fabrikneu events im Hauptausschuss, der die Entscheidung über die Summe zu fällen hatte. Schließlich sei der Drachenboot-Cup ein gut funktionierendes Event. Schlatter hatte eigentlich bereits nach der zehnten Auflage 2015 aufhören wollen, dann noch ein Jahr rangehängt und schließlich 2016 den Rückzug erklärt, um künftig vorrangig als Ausstatter zu wirken.
Die Strausberger Firma Fabrikneu events führt nun die Veranstaltung weiter - vom 30. Juni bis 2. Juli. "Das Drachenbootrennen bleibt im Mittelpunkt, aber ringsum wollen wir die Festtage bauen", sagt Haller. Man wolle "die Zielgruppen nicht mehr spalten", ein rundes Abendprogramm für alle anbieten und den Sonntag ausbauen.
Fest steht bereits, dass die Berliner Partyband Right now, die sonst am Sonnabendabend zu Gast war, nunmehr Freitagabend auftreten wird. Am Sonnabend solle es in Richtung Neue Deutsche Welle gehen, ließ Haller durchblicken. Allerdings seien die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Die Mittel der Stadt würden nach seiner Auskunft vorrangig für die künstlerischen Darbietungen eingesetzt, die in der Regel vorab zu bezahlen seien. Und da "einige Stunden zu füllen" seien, werde auch einiges an Geld benötigt.
Bürgermeisterin Elke Stadeler machte deutlich, dass es hier nicht um Förderung nach Vereins- oder Sportrichtlinie gehe. Denn einige Ausschussmitglieder hatten zwar nichts prinzipiell gegen Veranstaltung und Zuschuss, wollten allerdings die Kriterien der Richtlinien angewendet sehen und über die Kostenaufstellung hinausgehende Unterlagen.
"Wir hätten die Leistung auch als Stadt einkaufen können", hielt die Bürgermeisterin entgehen. "10 000 Euro erscheinen manchem vielleicht zu viel, es gibt aber auch Risiken", sagte sie. Es handele sich um die einzige größere Veranstaltung für junge Leute, hob sie hervor. Für die Festtage am Straussee habe man seinerzeit "um die 50 000 Mark" ausgegeben, bei der 775-Jahr-Feier 7500 Euro und zuletzt 7000 Euro. Das sei kein großer Unterschied mehr, und man wolle das Niveau halten.
Freitag und Sonnabend sei das Veranstaltungsende auf 2 Uhr terminiert, Sonntag um 18 Uhr. Die Anwohner würden vorab informiert. Der Eintrittspreis sei noch nicht genau klar, werde aber "in angemessenem Rahmen" bleiben, etwa auf Niveau der Vorjahre, um jedermann Zugang zu ermöglichen, kündigte Benny Dornhauer von Fabrikneu an. Sonntag sei eintrittsfrei. Bei den Vorab-Berechnungen habe man fünf Euro veranschlagt, sagte er.
Selbst wenn die Kosten "kleingerechnet" würden, bliebe trotz Startgeld, Standgebühren und Sponsoring ohne Stadtzuschuss ein Defizit von rund 10 000 Euro. Am Ende gab es neunmal Ja und eine Enthaltung.