In der jüngsten Bauausschusssitzung hatte das Rathaus über die erfolglose Suche nach einem Investor für eine Solaranlage berichtet. Schließlich sollte ein Entscheidung getroffen werden, ob bei den laufenden Sanierungsarbeiten an der Schule zumindest alle für den Aufbau der Paneele auf dem Dach nötigen Vorbereitungen getroffen, minimale Maßnahmen oder momentan gar keine erledigt werden. Denn dessen altes Tragwerk, so wurde festgestellt, ist seit der 1998 erfolgten Dachsanierung bereits fast komplett ausgelastet, zusätzliche Aufbauten seien folglich nicht ohne Weiteres möglich. Vielmehr müssten neue Gewichte auf tragende Wände "umgeleitet" werden.
Baufachbereichsleiterin Rita Schmidt nannte als Vorzugsvariante, komplett im Zuge der Sanierung zu bauen. Nicht zuletzt deshalb, weil dies mit geschätzten gut 22 000 Euro rund ein Viertel günstiger wäre als andere Optionen. Die Anlage selbst ist mit gut 100 000 Euro veranschlagt. Laut Verwaltung stehen rund 300 Quadratmeter zur Verfügung, was nicht sonderlich lukrativ zu sein schien. Zumindest hatte es auf Anfragen der Stadt beispielsweise bei EWE und Stadtwerken laut Rita Schmidt Absagen gegeben. Lediglich für Flächen von mehr als 1000 Quadratmetern habe es Interessenten gegeben.
Im Bauausschuss waren die Meinungen ganz unterschiedlich, ob die Stadt nun in Vorleistung gehen sollten oder nicht. Rüdiger Neuguth (SPD) war beispielsweise dagegen. Steffen Schuster (UfW/offene Fraktion) hingegen war überzeugt, dass die Baupreise keinesfalls purzeln, man also besser beraten wäre, jetzt zu bauen. Zudem erinnerte er daran, dass sich die Stadt in der Lokalen Agenda zu alternativen Energien bekannt habe. Auch Rudolf Patzer (Linke) sprach sich dafür aus, "alles zu tun", was dem Ziel nützt, wie vorgesehen eine Photovoltaikanlage zu installieren. Wenn eine Schule mit großem Aufwand saniert werde, sollte das Möglichste für Energieeinsparung getan werden. Er konnte sich sogar Vereine wie in Neuenhagen oder die Stadt selbst als Betreiber vorstellen. Maßstab sollte ein autarkes Haus sein, wie es die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau mit einem Neubau in der Vorstadt avisiert habe. Bürgermeisterin Elke Stadeler hielt veränderte Rahmenbedingungen gegenüber dem Beispiel Neuenhagen entgegen, sagte aber eine erneute Bekanntmachung zu.
Die hat bereits mehrere telefonische Nachfragen gebracht. Bis Ende des Monats können sich weitere Interessierte noch beim Baubereich im Rathaus melden.