So gaben denn auch andere Dinge den Ausschlag für die Entscheidung. Unter anderem wurde angeführt, dass mit den Stadtwerken die "gemeindliche Infrastrukturverantwortung" gefördert werden könne, städtebauliche Belange wie Informationsbedürfnisse besser befriedigt werden würden. Zudem seien Ansprechpartner nicht nur für technische Hilfe vor Ort, gebe es kommunale Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten.
Laut Stadtwerke-Chef Andreas Gagel kann sein Unternehmen nur die jeweils für den Ort nötigen technischen Anlagen von E.ON übernehmen, nicht jedoch ein Mittelspannungskabel, über das weitere Gemeinden versorgt werden. Deshalb müsse ein neues Kabel von Treuenhof nach Hohenstein verlegt werden. Dennoch sei der Versorgungsauftrag "wirtschaftlich darstellbar", so Gagel.
Ob die Kunden aus Hohenstein, Ruhlsdorf und Gladowshöhe tatsächlich zu den Stadtwerken wechseln, sei ihnen selbst überlassen, erklärte Gagel. Zumindest besteht großes Interesse. Eine Einwohnerversammlung im Vorfeld war auf große Resonanz gestoßen. Wie sich herausstellte, hoffen viele Bürger auf ein preisgünstigeres Angebot. Bisher, so hieß es, sei dies nicht möglich gewesen, weil ein Preisvorteil durch zu zahlende Leitungsgebühren aufgehoben worden wäre. Nicht zuletzt spielt eine Rolle, dass die Stadtwerke sich finanziell im Wirkungsgebiet engagieren, verschiedenste Aktivitäten fördern. Nach dem Wechsel könnten auch Hohensteiner davon profitieren.
Die sollen jedenfalls keinen separaten Vertrag bekommen. Vielmehr ist vorgesehen, das 1995 unterzeichnete Papier mit der Stadt aufzuheben und einen Vertrag für das Gesamtgebiet inklusive Hohenstein mit einheitlicher Laufzeit bis 2030 aufzulegen.