Es ist mittlerweile das neunte Mal, dass diese ganz spezielle Art von Stipendien vergeben werden. Reinhard Kampmann machte als Gastgeber zu Beginn deutlich, dass auch die Sparkasse Märkisch-Oderland noch fünf freie Azubi-Stellen zu besetzen hat. "Wir nehmen für 2018 noch Bewerbungen an", erklärte der Sparkassen-Vorstand vor den künftigen Stipendiaten, Eltern, Vertreter der beteiligten Unternehmen und Schulen sowie Mitgliedern des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft in MOL. Dieser Arbeitskreis richtet unter Federführung der Landtagsabgeordneten Jutta Lieske (SPD) das Schülerstipendium aus. Mit im Boot sind dabei das Netzwerk Zukunft für Schule und Wirtschaft in Brandenburg und die Handwerkskammer Ostbrandenburg.
Jutta Lieske dankte für die rege Teilnahme und sprach dabei insbesondere die Eltern an, die nicht selten für die ersten Kontakte zu den Unternehmen sorgen würden.
Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) verwies darauf, dass der Übergang der Schüler von der Schule ins Berufsleben nicht einfach sei und man sich immer wieder frage, wie der Einstieg erleichtert werden könne. Schließlich würden nicht wenige Jugendliche ihre Ausbildung und auch das Studium abbrechen. Dabei sei die Berufswahl "genauso wichtig wie die Partnerwahl", erklärte die Ministerin mit einem Schmunzeln: "Sie folgt eben nur anderen Gesetzen."
Nach den diesmal kurzgehaltenen Reden erhielten die insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler sowie die ihnen zugeordneten Unternehmen ihre Partnerschaftsurkunden. Nicht alle Ansprechpartner der beteiligten Firmen konnten bei der Auftaktveranstaltung dabei sein. Auch Daniel Schwefel vom Friseursalon P. & D. in Wriezen hatte sich entschuldigt. Schülerin Leena-Marie Stroha brauche aber nicht traurig sein, tröstete Jutta Lieske die Wriezener Schülerin. Friseur Schwefel habe im vergangenen Jahr bewiesen, dass er sich für seine Stipendiaten sehr einsetze.
Karin Fritsche - Mitarbeiterin von Jutta Lieske und engagierte Projektbetreuerin - freute sich, dass manche Firmen und Einrichtungen längst zum festen Stamm gehören.
So wie Dieter Eisermann vom PEES Ingenieurbüro in Fredersdorf-Vogelsdorf, der in diesem Jahr Paul-Philip Sprenger vom Strausberger Fontane-Gymnasium betreuen wird. Zum dritten Mal dabei ist die Krankenhaus MOL GmbH. Kerstin Mehlitz hat gleich zu Beginn des gegenseitigen "Beschnupperns" erfahren, dass ihr Stipendiat Luis Enrico Hoffmann vom Oberstufenzentrum MOL sich mit dem Internet gut auskenne. Das will die Verwaltungsleiterin ausnutzen, wenn es um ein konkretes Projekt geht.
In allen beteiligten Unternehmen werden jetzt passende Projekte vorbereitet, die die Stipendiaten fordern und zugleich einen Nutzwert für die Firmen und Einrichtungen haben. Wiederholt wurde betont, dass es sich nicht um ein Praktikum handelt. Bis Juni werden beide Seiten zusammenarbeiten, die Stipendiaten erhalten pro Monat 50 Euro, machen wichtige Erfahrungen im Berufsleben und erhalten konkrete Anregungen für ihren weiteren Werdegang. Zum Schluss werden dann alle Projekte präsentiert.

Teilnehmer und Partnerunternehmen

¦ Klara Drenkse (Ev. Gymnasium Wriezen) - Stic, Standort Wriezen¦ Tobias Gohlke (OSZ MOL) - Stadtwerke Strausberg ¦ Klara Gold (Evangelisches Gymnasium Wriezen) - Theater am Rand Zollbrücke ¦ Luis Enrico Hoffmann (OSZ MOL) - Krankenhaus MOL, Standort Strausberg ¦ Anna Kalwa (Oberschule Letschin) - Stic, Standort Letschin ¦ Paulina Kalwa (OS Letschin) - Gemeinde Letschin, Kita¦ Alex Karl (Gymnasium Seelow) - Zahnarztpraxis Lüdemann, Seelow ¦ Stefanie Krüger (Gymnasium Bad Freienwalde) - Reisebüro H & P Reisen, Bad Freienwalde ¦ Norah Nitz (Gymnasium Strausberg) - Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg¦ Lea Regenberg (Gymnasium Bad Freienwalde) - Hertling Logistic, Bad Freienwalde ¦ Max Saeling (OSZ MOL) - Landkreis MOL, OSZ ¦ Paul-Philip Sprenger (Gymnasium Strausberg) - PEES Ingenieurbüro, Fredersdorf-Vogelsdorf ¦ Lena-Marie Stroha (Ev. Gymnasium Wriezen) - Friseursalon P. & D. Schwefel, Wriezen