Die reichen aber angesichts der vielen "Lochpisten" nicht aus. Zusätzliche Mittel sind allerdings nur durch Mehreinnahmen an anderer Stelle oder bereichsinterne Umwidmungen zu erreichen. Mit ersten Ideen dazu wartete der zuständige Amtsmitarbeiter Wolfgang Bohm auf. So könnten 13 000 Euro, die im Zusammenhang mit der Abwassererschließung im Bereich Herrensee für vier Stichstraßen eingestellt waren, umgewidmet werden. Zudem würden vermutlich die Mittel für die Durchforstung des Waldes an der Fuchsbergstraße nicht voll ausgeschöpft. Auf die Prioritätenliste für die Reparatur-Notfälle soll vor allem die Karl-Liebknecht-Straße (nur im innerörtlichen Bereich) gesetzt werden, war sich der Ausschuss einig.
Beim Winterdienst ist der Gemeinde daran gelegen, die Ausgaben bei derzeit pro Jahr etwa 50 000 Euro zu deckeln. In diesem Zusammenhang soll jetzt die Arbeitsgruppe Straße reaktiviert werden und im kleineren Kreis noch einmal die Einstufung der einzelnen Straßen in die drei Winterdienst-Kategorien prüfen. Zur obersten, vor allem die Ortsdurchfahrten und andere übergeordnete Straßenzüge betreffend, wird es keinen Änderungsbedarf geben.
In der 2012 beschlossenen Straßenreinigungssatzung sind etliche seither befestigte Straßen noch in der untersten Kategorie vermerkt - dort erfolgt der Winterdienst nur bei Glatteis/hohen Schneemengen oder ganz zum Tourenschluss.
Viele dieser Straßen verdienten eigentlich eine Hochstufung, betonten mehrere Ausschussmitglieder. Wegen der angestrebten Kostenneutralität geht dies aber nur, wenn andere Straßen aus Kategorie 2 in die 3 herabgestuft würden. Vorrang, so die Tendenz, sollten durchgehende Verbindungswege haben.