Mit großem Interesse und vielen Emotionen wurden die für nächstes Jahr geplanten Straßenbauarbeiten in der Gemeinde von den Anliegern begleitet. Etliches lief coronabedingt anders als in den Vorjahren.

Emotionale Veranstaltungen

Die obligatorischen Bürgerinfoveranstaltungen im Vorfeld der Ausführungsplanungen, die wegen der Corona-Auflagen im zweiten Quartal abgesagt wurden, sind dann mit politischem Nachdruck in den September geschoben worden. Das Stimmungsbild der Anwohner bei diesen Veranstaltungen sollte dann der Gemeindevertretung dazu dienen, eine Entscheidung für den Ausbau der betreffenden Straßen zu fällen. Diese Veranstaltungen liefen teils sehr emotional ab und einige konnten nur mit viel Mühe seitens der Verwaltung auch zu einem erfolgreichen Ende geführt werden.

Empfehlung für Gemeindevertretung

Die acht Informationsveranstaltungen sind nun vorbei, die politischen Gremien haben die Ausbauplanung erneut auf den Tisch bekommen. Der Ortsentwicklungs-, Bau- und Umweltausschuss hatte die Papiere am Donnerstagabend erneut auf dem Tisch. Dabei ging es in der Diskussion in allererster Linie darum, der Gemeindevertretung für die Sitzung am 24. September eine Empfehlung zu geben, wie mit dem Willen der Anwohner umgegangen wird.
Die Erschließungsarbeiten im Quartier 11 in Fredersdorf-Nord umfassen die Dürerstraße, Böcklinstraße sowie die Feuerbachstraße im Abschnitt Knausstraße bis Zillestraße. Alle drei erhielten vom Ausschuss die Empfehlung, gebaut zu werden. Einwände von Anliegern der Dürerstraße, dass diese bereits erschlossen war und somit kostenfreien Ausbaustatus hätte, könnte seitens der Verwaltung nicht gefolgt werden.

Anwohner sind gegen die Pläne

Das Quartier 12 in Fredersdorf-Süd umfasst die Richard-Wagner-Straße (südlicher Teil ab Lortzingstraße), Gunterstraße, Brunhildstraße, Giselherstraße und Siegfriedring. Petitionen gegen den Bau  gab es für die Dürerstraße und den Siegfriedring. Alle sieben Anwohner des Wagner-Straße sprachen sich dagegen aus. Im Siegfriedring waren  es zwölf Ausbaugegner, bei sieben Befürwortern. Eine Überprüfung der Verwaltung ergab, dass von den zwölf Gegnern etliche Wochenendgrundstücke waren. Deshalb empfahl der Ausschuss bei zwei Enthaltungen den Bau.
Im Quartier 13 in Fredersdorf-Nord stehen Ringstraße, Ahornstraße und Gärtnerstraße in der Planung. Ein Stich der Ahornstraße wurde nach einer Petition der Anwohner aus der Planung genommen, ansonsten wurde der Ausbau empfohlen.