Nachdem damals eine andere Variante abgelehnt worden war, standen nun Pflasterung mit geschnittenem Natursteinmaterial und der Bau eines Regenwasser- und eines Staukanals zur Debatte. Der 55 Meter lange Staukanal mit Durchmesser von einem Meter soll als Zwischenspeicher dienen und den Abfluss zum Durchlass Eisenbahnstraße drosseln. Laut den Unterlagen für ca. 15 Minuten, was einem Starkregenereignis entspreche. Für stärkeren Regen ist ein Notüberlauf vorgesehen.
Dagmar Schultz (Die Parteilosen) monierte "nicht viel Sicherheiten" in den Berechnungen und forderte ein Maß, das auch gerichtsfest sei.  Auch Harald Sommer, sachkundiger Einwohner und als Mitarbeiter einer Regenwasser-Ingenieurgesellschaft in Hoppegarten Fachmann auf dem Gebiet,  hielt das Rückhaltevolumen angesichts prognostizierter zunehmender Starkregen für zu gering. Bürgermeister Ansgar Scharnke hielt entgegen, man wolle in erster Linie das Wasser wegbekommen, damit es sich nicht in der Straße staue und in den Abwasserkanal laufe. Udo Rösler aus der Bauverwaltung bestätigte, man habe die neuesten verfügbaren Daten verwendet. "Schwachpunkt sind die Abläufe – da haben wir mehr vorgesehen", sagte er. Sachkundiger Einwohner Frank Seidel war mit dem Kanal als "Anfang" zufrieden, es gebe ja noch weitere Möglichkeiten.
Belagsplittung abgelehnt
Diskussionen gab es zudem über den Fahrbahnbelag in der Straße. Da die für den Regenkanal aufgerissen wird, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Fahrbahn neu zu pflastern. Von der Haupt- bis Ernst-Thälmann-Straße mit geschnittenem Natursteinpflaster, von dort bis Schulstraße mit dem vorhandenen Material. Die SPD hatte eine Änderung eingebracht, im Bereich Haupt- bis Ernst-Thälmann-Straße in voller Breite eine barrierefreie, lärmmindernde Oberfläche herzustellen. Schließlich sei dies der Hauptzubringer zum Zentrum und zur S-Bahn. Zudem gebe es die Überlegung, den Linienbus über die Gartenstraße zu führen.
Corinna Fritzsche-Schnick (CDU) fand die vom Rathaus angedachte Splittung "nicht zukunftweisend". Schließlich wolle man den Radverkehr fördern, nutzten Schüler zur Goethe-Schule und zum Gymnasium die Strecke. Für durchgängig gute Befahrbarkeit für Radler sprachen sich auch Harald Sommer und Ausschusschef Rico Obenauf (Die Parteilosen) aus. Dies wird laut Verwaltung um ca. eine Viertelmillion Euro teurer. Rainer Becker (sachkundiger Einwohner) sah trotz geschnittenen Pflasters ein Lärmproblem, Frank Seidel schlug angesichts der Kosten vor, ab Thälmannstraße nur den Mittelstreifen mit neuem Material zu versehen.
Für Neupflasterung der kompletten Fahrbahn gab es eine 5:1-Mehrheit (eine Enthaltung), für den Regenkanal drei Ja-Stimmen und vier Enthaltungen. Der SPD-Antrag wurde abgelehnt.