Mit der Gewinnspielmasche haben am Freitag, 15. Oktober, Betrüger einmal mehr Kasse in Strausberg gemacht. Sie hatten eine Rentnerin angerufen und ihr mitgeteilt, dass diese in einem Gewinnspiel 39.000 Euro gewonnen habe. Doch würden für die Auszahlung der Summe Gebühren fällig, die mit dem Erwerb von GooglePlay-Karten und der anschließenden telefonischen Durchgabe der Codes getilgt werden könnten. Die Frau tat wie ihr geheißen und gab die Codes, die immerhin einem Wert von 900 Euro entsprachen, auch tatsächlich durch.
Bald darauf folgte ein weiterer Anruf. Diesmal hieß es, dass ein Zahlendreher vorgelegen habe und die Gewinnsumme sogar 93.000 Euro betragen würde. Dadurch erhöhe sich natürlich auch die Gebühr, die auf die gleiche Weise wie zuvor zu bezahlen wäre.
Jetzt musste die Frau jedoch passen. Daraufhin gab man ihr zu verstehen, dass sie erneut kontaktiert werden würde. Das ist natürlich nie geschehen und die Frau bleibt auf ihrem Verlust nun erst einmal sitzen.

Wie Sie sich vor Betrügern schützen können

Damit dies nicht wieder geschieht, möchte die Polizei noch einmal Handlungsempfehlungen aussprechen. Diese mögen für sich völlig klar und verständlich sein, doch zeigt wieder einmal dieses Beispiel, wie schnell wir Menschen Selbstverständliches vergessen, wenn das vermeintliche Glück an die Tür klopft:
- Äußern Sie sich am Telefon nie gegenüber Fremden zu ihrer persönlichen oder finanziellen Situation und lassen Sie sich auch nicht dahingehend ausfragen
- Beenden Sie das Gespräch, wenn finanzielle Forderungen aufkommen
- Kontaktieren Sie eine Vertrauensperson (Familie, Bekannte, Nachbarn) und besprechen Sie die Situation mit diesen
- Übergeben Sie kein Geld oder keine Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen
- wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie umgehend Anzeige
Und denken Sie beim Thema „Kartencodes“ daran:
Sobald anderen Personen Kartencodes mitgeteilt werden, verlieren sie für den Durchgebenden ihren Wert und nur der Anrufer macht Kasse!