In der Sitzung des Finanzausschusses am Montag hatte Peter Kirchner, sachkundiger Bürger dort, seinen einige Tage zurückliegenden Fall öffentlich gemacht. Nicht, um Panik auszulösen, sagte er der MOZ auf Nachfrage, sondern, um andere Hundebesitzer zu sensibilisieren.
Regelmäßig sei er mit der vierjährigen Dackelhündin zwischen dem Kreisel Ernst-Thälmann-Straße und dem Bahnhof Herrensee unterwegs. Dabei müsse der Hund irgendwo und irgendwie etwas aufgenommen haben. Auch den konkreten Zeitpunkt der Aufnahme könne er nicht bestimmen, gibt er zu bedenken.
Umso belegbarer waren indes die Folgeerscheinungen. In der Nacht zum 10. Februar hatte sich nach seiner Erzählung die Hündin mehrfach übergeben, so dass er sie gleich am Sonntag beim Tierarzt vorstellte, der zunächst auf Darmverschluss tippte, den Dackel röntge und tags darauf operierte. Ursache aber sei ein starkes toxisches Gift gewesen, habe der Arzt festgestellt. Das Tier habe eingeschläfert werden müssen.
Auch wenn es in der Vergangenheit immer wieder einmal Gerüchte um vergiftete Köder und verschwundene Katzen gegeben habe, betont Peter Kirchner, seien nach seiner Kenntnis konkrete Hinweise meist ausgeblieben. Er möchte daher auch nicht spekulieren, nur aufmerksam machen und habe den Vorfall überdies bei der Polizei zur Anzeige gegen unbekannt gebracht.
In der Oberförsterei Waldsieversdorf – hoheitlich zuständig für den an die Straße grenzenden Wald – konnte man sich auf Vorkommnisse dieser Art in der Vergangenheit nicht beziehen. Er gebe die Information aber vorsorglich an seine Kollegen weiter, sagte Funktionsförster Phi­lipp Jürgens der MOZ. Häuften sich solche Fälle, würden auch Waldbesitzer und die Jäger einbezogen.(rj)