Im Osten von Berlin wurden seit Anfang August sieben Tankstellen überfallen. Ganz ähnliche Taten gab es aber auch im Berliner Umland. Zuletzt am vergangenen Sonntag (14. Oktober) in Erkner. Ob die Taten in einem Zusammenhang stehen, ist nicht bekannt. Aber die Berliner Kriminalpolizei suchte ab Mittwoch (19. Oktober) mit Fotos aus Überwachungskameras nach zwei mutmaßlichen Räubern.
Die beiden Männer standen im Verdacht, jeweils einzeln seit dem 9. August 2022 insgesamt sieben Tankstellen überfallen zu haben. Bei einigen Raubtaten setzten die Unbekannten ein Messer und/oder Pfefferspray ein. Entwendet wurde stets Geld aus den Kassen. Die Überfälle ereigneten sich überwiegend zur Nachtzeit und ausschließlich in Tankstellen entlang der Märkischen Allee und der Straße Alt-Mahlsdorf.
Auch die Tankstelle in Erkner war die Verkäuferin mit einem messerähnlichen Gegenstand bedroht und zur Herausgabe der Einnahmen aufgefordert worden.
Das Fachkommissariat fragte zu den Berliner Fällen: Wer kann Hinweise zur Identität und/oder den Aufenthaltsorten der gesuchten Tatverdächtigen geben? Wer hat die Gesuchten vor, während oder nach den Überfällen gesehen und kann Angaben zu den Taten und den Fluchtweg machen? Wer kann weitere sachdienliche Hinweise geben?

Ein Tatverdächtiger meldet sich bei der Polizei

Die Überraschung folgte dann am Donnerstag (20. Oktober). Einer der Männer, der wegen des Verdachts der Überfälle auf Tankstellen gesucht wurde, hat sich bereits am Mittwochabend auf dem Polizeiabschnitt 32 gestellt. „Anders als bisher angenommen, gab der 19-Jährige den Einsatzkräften gegenüber an, alle sieben Taten alleine begangen zu haben. Die anschließende Durchsuchung seiner Wohnung, die auf Grundlage eines richterlich angeordneten Beschlusses erfolgte, führte unter anderem zur Sicherstellung von Beweismitteln“, so die Polizei.

Richter entscheidet über Haft

Der junge Mann wurde laut der Mitteilung nach seiner Selbstanzeige erkennungsdienstlich behandelt und mit Abschluss der Maßnahmen den Ermittlerinnen und Ermittlern des zuständigen Raubdezernats der Polizeidirektion 3 (Ost) übergeben. Er sollte noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Unabhängig davon, dass sich der Tatverdächtige stellte, kam es laut der Polizei zu weiteren Hinweisen aus der Bevölkerung, die den Tatverdächtigen namentlich benannten. Die Ermittlungen dauern an.
Hinweise gehen an die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 3 (Ost) in der Bulgarischen Straße 55 in 12435 Berlin-Treptow unter der Rufnummer 030 4664 373100 oder außerhalb der Bürodienstzeiten unter 030 4664 – 371100, per E-Mail an dir-3-k-31@polizei.berlin.de , über die Internetwache der Polizei Berlin oder an jede andere Polizeidienststelle.