An der Tür wiesen sich die Vertreter der Fremdfirmen meist nur als Stadtwerke-Mitarbeiter aus - ohne Konkretisierung, welche Stadtwerke sie vertreten. Oder sie behaupteten, im Namen der Stadtwerke Strausberg unterwegs zu sein. "Wir schicken aber niemanden an die Haustür, um Verträge abzuschließen. Unsere Mitarbeiter können sich grundsätzlich per Dienstausweis mit Foto legitimieren", sagte er. Mitarbeiter beauftragter Fremdfirmen könnten einen Serviceausweis vorlegen.
Am Telefon werde meist erklärt, dass ein Angebot zugesandt wird. Tatsächlich handele es sich aber häufig bereits um die Bestätigung eines Wechsels des Stromanbieters, warnt Gagel. Somit habe der Kunde ohne Unterschrift bzw. ohne Erhalt von Unterlagen plötzlich einen neuen Versorger und den Aufwand, in Widerruf gehen zu müssen.
Der Stadtwerke-Chef gab die Empfehlung, an Haustür und Telefon Ruhe zu bewahren. Seriöse Anbieter identifizierten sich eindeutig, würden zu nichts drängen und Unterlagen per Post zusenden. Wer nicht sicher ist, wer vor seiner Tür steht, sollte diese geschlossen halten, bis die Identität geklärt ist. Unter der Service-Nummer der Stadtwerke Strausberg gebe es Auskunft, ob eine Person tatsächlich für die Firma tätig ist. Und am Telefon sollte man sich stets Namen und Durchwahl des Anrufers geben lassen. Rufnummern der Stadtwerke Strausberg beginnen mit der Vorwahl (03341) und den Ziffern 345.
Ungebetene Anrufe sollten bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Dort gebe es ein Meldeformular und Hinweise, wie man sich schützen kann. Einem ungewollten Versorgerwechsel könne man widersprechen - Abschlüsse per Telefon und Haustürgeschäfte könnten innerhalb einer Widerrufsfrist - meist 14 Tage - rückgängig gemacht werden - auch wenn man sie per Unterschrift bestätigt habe, so Gagel.
Kontakt: Tel. 03341 345345; www.Bundesnetzagentur.de