Mit einer kurzfristig organisierten Protestaktion im Foyer des Bürgerhauses verschafften sich am Donnerstagabend Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Sportgemeinschaft Rot-Weiß Neuenhagen die Aufmerksamkeit der Gemeindevertretung, um auf die beabsichtigte Reduzierung von Trainingszeiten für ihren Verein aufmerksam zu machen. Vorstandsmitglied Volkmar Grunert forderte Bürgermeister Ansgar Scharnke in der Einwohnerfragestunde auf, seine aktuelle Entscheidung zur geänderten Nutzungsvereinbarung vom 7. August auf dem Jahnsportplatz im Sinne seiner aktiven Fußballer (Ü 35 und Ü 40) zu überdenken. Die 51 Sportler konnten bisher montags von 19.30 bis 21 Uhr die Hälfte des Kunstrasenplatzes in Anspruch nehmen. Freitagabend halten sie dort zusätzlich ihre Punktspiele ab.

Zeiten für Punktspiele nicht verhandelbar

Durch Entscheid des Bürgermeisters, der sich damit für eine gerechtere Verteilung von Trainingszeiten einsetzen wollte, soll diese Vereinbarung nun nach den Herbstferien zugunsten anderer Vereine aufgehoben werden, so dass Trainingszeiten für die Männerfußball-Mannschaft entfallen würden. Die Abendzeit, in der der Verein freitags seine Punktspiele veranstalte, sei auch bei anderen Sportlern als Trainingszeit sehr begehrt, entgegnete Scharnke. Erst mit dem geplanten Sportplatz am Gruscheweg könne langfristig eine Lösung gefunden werden.
Die Festsetzung der Punktspiele sei nicht verhandelbar, mahnte Grunert – der Kreis lege die Termine fest. Mit dem Wegfall der Trainingszeit am Montag könne nicht mehr für die Meisterschaften trainiert werden. Er befürchtet außerdem einen großen Imageverlust für die Gemeinde und drohte mit Abwanderung seiner Vereinsmitglieder. Scharnke versprach, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken.