Eigentlich sollte der Verkehr auf dem ersten Bauabschnitt der derzeit laufenden Sanierung der L 34 zwischen Bollersdorf und Hohenstein bereits wieder rollen. Denn als Fertigstellungstermin für das etwa einen Kilometer lange Teilstück zwischen Bollersdorfer Kreisel und Bollersdorf war der 18. September genannt. Doch die Vollsperrung war zum Unmut vieler Betroffener nicht am folgenden Wochenende aufgehoben, sondern dauert noch mindestens zwei Wochen länger. Das veranlasste einige Bürger sogar zu Briefen an den Landesbetrieb, in denen nicht nur Kritik geäußert, sondern auch eine Art Schadenersatz verlangt wird. Auch eine Spende an die Feuerwehr könne man sich als „Wiedergutmachung“ vorstellen, heißt es beispielsweise in einem Schreiben.

Viele Baustellen, wenig Firmen

Steffen Streu, der Sprecher des Landesbetriebes, kennt die Briefe und sicherte auch eine Antwort zu. Das könne aber einige Zeit in Anspruch nehmen, weil mehrere Themen zu behandeln seien. Was den Auslöser der Kritik angeht, zeigte er Verständnis und äußerte Bedauern über die Verzögerungen beim Straßenbau. Die neue Fahrbahndecke sei in großen Teilen fertig, bescheinigte er, es hapere aber an der Markierung. „Momentan gehen viele Baustellen dem Ende entgegen, und es gibt nur eine überschaubare Zahl von Firmen für diese Arbeiten“, erklärte er. Also hätten diese derzeit viel zu tun und es könne dann passieren, dass es an einer Stelle kurzfristig eine Absage gebe.

Absage für etwaige Ausgleichszahlungen

Bei Baustellen seien Terminverschiebungen immer möglich. „Manchmal wird auch etwas früher fertig“, verwies er auf andere Beispiele. Bei der L 34 hoffe man nun, dass der erste Bauabschnitt zum Wochenende 3./4. Oktober geöffnet werden könne. „Die neue Asphaltierung war ja in der Region gewünscht. Nach der Bauzeit gibt es bessere Qualität und eine Fahrbahn ohne Mittelnaht“, sagte Streu.
Ausgleichszahlungen erteilte er eine eindeutige Absage. „Dafür gibt es keine rechtliche Grundlage.“ Haushaltsmittel seien für den Straßenbau gedacht und nicht für derartige Zahlungen, die zudem kaum gerecht vergeben werden könnten.