Schließlich entsteht durch die Nutzung der verschiedenen Einrichtungen ein zusammenhängender Bereich, "gibt es eine neue Situation", erklärte Nico Schulz für die Einreicher. Da Autoverkehr aus heutiger Sicht nicht ganz ausgeschlossen werden könne, sollten weitere Maßnahmen der Verkehrsberuhigung und der Schulwegsicherung insbesondere zwischen Puschkinweg und Schäferplatz ergriffen werden, so die Intentionen der Sozialdemokraten. Sie hatten in ihrem Antrag auch gleich ein paar Möglichkeiten aufgelistet, zum Beispiel die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone, also einer Spielstraße, einer Begegnungszone oder farbliche und bauliche Veränderungen wie Aufpflasterungen.
Baufachbereichsleiterin Christiane Fälker verwies darauf, dass nach Untersuchungen von 2014 bereits verschiedene Beruhigungsmaßnahmen erfolgt seien. So gibt es eine Aufpflasterung an der Einfahrt von der Vogelsdorfer Straße, Baken und Querungshilfen. Für eine verkehrsberuhigte Zone müsste aus ihrer Sicht die Dorfstraße komplett umgebaut werden hin zu einem Aufenthaltsbereich. Allerdings habe die Strecke auch eine Bedeutung als Zufahrt zum Markt am Schäferplatz und für den Hol- und Bringeverkehr zu Schule und Kita. Und es sei das Parken neu zu regeln, machte sie deutlich.
Schon jetzt schwierige Situation
Da sah Ausschusschef Rico Obenauf (Die Parteilosen) ohnehin Handlungsbedarf. "Es gibt jetzt schon eine schwierige Situation", berichtete er. Zu Schulbeginn sei nahezu die gesamte Straße von Eltern, die ihre Kinder bringen, zugestellt, so dass es kaum noch Ausweichzonen für eine Begegnung von Fahrzeugen gebe. Die Folge sei, dass diejenigen, die an der Autoschlange vorbei wollen, richtig auf die Tube drückten, so seine Beobachtung. Man müsse etwas für den ruhenden Verkehr tun, gegebenenfalls auch Halteverbote prüfen, schlug er vor.
Wolfgang Winkler (Linke) äußerte, seine Fraktion unterstütze das Anliegen der SPD. Anwohner hätten mehrfach berichtet, dass in der Straße "gerast" werde, begründete er. Auch Dagmar Schultz (Die Parteilosen) anerkannte eine Notwendigkeit für Veränderungen, sprach sich aber für die Betrachtung der gesamten Dorfstraße aus und nicht nur eines Teilstücks.
Bürgermeister Ansgar Scharnke (Die Parteilosen) machte deutlich, dass man kein großes Konzept erstellen wolle, sondern die Verwaltung weitere Möglichkeiten prüfen und Lösungen für die wesentlichen Probleme vorschlagen werde.
Im Bauausschuss fand die veränderte Vorlage einhellige Zustimmung. Am 29. August steht sie in der Gemeindevertretung auf der Tagesordnung.
Unterdessen hat der Fachausschuss auch die Errichtung des östlichen Teilabschnitts des Geschichtsrundweges, der Parkplatzanlage sowie der zentralen Wegeachse im Sport- und Geschichtspark mit den notwendigen Ersatzpflanzungen bestätigt. Wie Gabriele Niether aus der Verwaltung erläuterte, war der westliche Teil des Weges schon einmal ausgeschrieben worden. Die Angebote hätten aber nicht in den Finanzrahmen gepasst. Man wolle nun versuchen, mit einem Komplettpaket bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Parkplätze seien zudem Voraussetzung dafür, dass die Sportanlagen genutzt werden können.