Wie Planerin Dorothea Nelk mitteilt, wird zunächst der Wasserverband Strausberg-Erkner die Trinkwasserleitungen in den Seitenbereichen erneuern lassen. Die Markierungen sind erfolgt, der Bagger steht bereit. Diese Sanierung wird nach Schätzungen der Planerin über den Sommer andauern.
Etwa Ende Oktober könnten dann die eigentlichen Arbeiten im Straßenbereich beginnen. Mit der Erneuerung der stark geschädigten Schmutzwasserkanalisation. Derzeit laufe die Ausschreibung, bis 25. August haben Firmen dann Zeit, Angebote einzureichen. Es werde einen Auftragnehmer geben, der sowohl das Los Kanalisation als auch die Fahrbahn ausführen werde, versicherte sie. Im Bereich Hans-Schroer-Straße bis zur ehemaligen Schule werde auch Regenkanalisation mit Einläufen verlegt, ansonsten solle das Oberflächenwasser in Mulden versickern. Manche Zuhörer meldeten da Zweifel an.

Große Eiche bleibt stehen

Wie Dorothea Nelk erläuterte, war es das Ziel, die Fahrbahn sechs Meter breit zu bauen. Das funktioniere aber zwischen Schlossweg und Anger nicht, weil nicht genug Platz zur Verfügung stehe. Dort soll die Straße 5,50 Meter breit werden. Kurven würden für den Begegnungsverkehr, soweit möglich, breiter ausgelegt. In jedem Falle müssten alter Asphalt und Pflaster raus, werde ein neuer Unterbau eingebracht.
Komplett umgestaltet wird im Zuge der Sanierung der Potsdamer Platz. Zum einen soll die große versiegelte Fläche ohne Regenentwässerung verkleinert, zum anderen die Verkehrssituation verbessert werden.
Deshalb wird nur noch die Hans-Schroer-Straße auf die Karl-Liebknecht-Straße münden und die  Altenaer Straße etwa 20 Meter vor der Stelle an die Schroer-Straße angebunden. Die große Eiche auf dem Platz bleibt stehen, die beiden anderen Bäume müssen weichen, sollen aber durch Neupflanzungen ersetzt werden. "Der grüne Fleck hier wird erhalten", versicherte Bürgermeisterin Sabine Löser. Zudem bekommen die Glascontainer einen neuen Standort. Anwohner regten überdies im Bereich der Bushaltestellen eine Verengung der Straße an, um eine Temporeduzierung zu befördern.
Als Bauzeit sind, je nachdem, wie der Winter ausfällt, etwa zwölf Monate veranschlagt. Überwiegend werde mit halbseitiger Sperrung gearbeitet, wurde angekündigt. Aber wenn das Stück Schlossweg bis Anger an der Reihe sei, müsse komplett gesperrt werden. Für Anwohner soll es Ausweichstrecken geben, für den Durchgangsverkehr werde eine große Umleitung über Herzfelde und Tasdorf ausgeschildert.
Die Wege bleiben im Wesentlichen, wie sie sind. Für eine Erneuerung reiche das Geld nicht, so die Begründung. Das stammt vor allem aus der sogenannten Einstandszahlung des Landkreises, der die ehemalige Kreisstraße an die Kommune übertragen hatte. Die Anlieger müssen nicht zuzahlen, da das Landesparlament die Abschaffung der Ausbaubeiträge beschlossen hatte. Die Planung sei so ausgelegt, dass später neue kombinierte Rad-/Gehwege gebaut werden könnten, sagte die Planerin. Als Übergangslösung bekommt die Straßenseite, die derzeit keinen Weg hat, einen 1,30 bis 1,50 Meter breiten "Laufstreifen" aus einem Schotter-Splitt-Gemisch. Erneuert und mit Blindenleitsystem versehen werden hingegen die Bushaltestellen. Und an der Schule werde ein neues Geländer montiert.
Die Bauverwaltung aus dem Rathaus sagte bei dem Treffen zu, dass die Planungsunterlagen auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht werden. Sobald ein Bauablaufplan vorliege, werde der ergänzt, hieß es.